Bildungspolitik in NÖ - ein trauriges Thema Liberale fordern: Integration ermöglichen - nicht verhindern

Wien (OTS) - Liberale Somergespräche zum Thema Bildung gab es im Sonnenblumenparkin Tulbing vergangenen Freitag. NÖ Liberale diskutierten überIntegration, Frauenquote, Schulversuche und parteipolitische Einflußnahme im Schulbereich.

Die liberale Landessprecherin Liane Steiner ärgerte sich über die Frauenquote bei der Bestellung von NÖ SchuldirektorInnen: "In unserem Bundesland sind 65,1% der Lehrkräfte weiblich, die zu 58%männlichen Schuldirektoren unterstellt sind. Besonders arg ist es bei den kaufmännischen Schulen, wo 54,8% weibliche Lehrkräfte 95,2%männlichen Direktoren gegenüberstehen. Das ist eindeutig Diskriminierung undnicht Gleichstellung, die ich mir wünschen würde. Auch die Objektivitätbei der Postenvergabe ist mehr als fraglich!"

Die Umsetzung von Integration ist in NÖ Schulen weit von den Lippenbekenntnissen der PolitikerInnen entfernt. Es kommt immer wieder zu Schwierigkeiten, da das Integrationsgesetz in der NÖ-Auslegung eigentlich behindertenfeindlich ist. Die Regelung, daß im Volksschulbereich maximal 5 Kinder mit Integrationsbedarf in einer Klasse sein dürfen, im Hauptschulbereich allerdings mindestens(!!) 5ist unlogisch und in der Praxis nicht machbar. In der Volksschule ist Einzelintegration möglich, in der Hauptschule hat es sich durch die Regelung mit dem Schulforum als unmöglich herausgestellt. Die Entscheidung über die Abstimmung dem Schulforum zu überlassen,bedeutet in der Praxis "über ein Kind abzustimmen", hier ist massive Informations- und Bewußtseinsarbeit notwendig. Wir ersuchen alle Eltern, die Probleme diesbezüglich haben, sich anuns zu wenden. Wir helfen Ihnen gerne!

Auch bei Schulversuchen mit Ethikunterricht ist NÖ Schlußlicht! Im kommenden Schuljahr werden in 6 Bundesländern Schulversuche mit dem Ersatzpflichtgegenstand "Ethik" gestartet, aber nicht in NÖ,Burgenland und Kärnten: "Das ist mir unverständlich, weil bereits in den fortschrittlichen kirchlichen Kreisen diese liberale Forderung immer mehr öffentliche Unterstützung findet. So wird es im traditionell katholischen Land Tirol sogar an vier Schulen Versuche geben. Es ist eine Schande, wenn NÖ keinen politischen Mut für fortschrittliche Schulversuche hat", so Steiner abschließend.

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