AK: Mit zu wenig Personal bleibt die Qualität der Bahn auf der Strecke

Wien (OTS) - "Wenn die ÖBB meinen, die laufenden Modernisierungsmaßnahmen seien im Plan, dann müssen die Pläne korrigiert werden," sagt Sylvia Sarreschtehdari-Leodolter,
Leiterin der Abteilung Verkehrspolitik der AK Wien. Die Personal-Einsparungen erzeugen bereits Engpässe, die die Qualität des Bahn-Angebots ernsthaft gefährden. Bei der AK langen Beschwerden über veraltetes Waggonmaterial und mangelnden Service ein – auch schon bei neu eingesetzten Zugsgarnituren. Die ÖBB müsse dafür sorgen, daß ausreichend Personal an den richtigen Plätzen eingesetzt werden könne. ****

"Die ÖBB müssen ihre Pläne im Personalbereich korrigieren, wenn nicht das Image der Bahn durch Personaleinsparungen am falschen Platz auf Dauer gefährdet werden soll," meint Sylvia Sarreschtehdari-Leodolter, Leiterin der verkehrspolitischen Abteilung in der AK Wien. Denn schon derzeit fehlen in einzelnen Unternehmensbereichen so viele Mitarbeiter, daß es zu gewaltigen Arbeitsrückständen kommt. Das führt unter anderem dazu, daß die ÖBB Zugsgarnituren auf Fahrt schickt, die bis zu 50 Jahre alt
sind, weil die Kollegen in den Werkstätten notwendige Reparaturen nicht zeitgerecht durchführen können.

Auch die Ergebnisse der Pendleraktion der AK Wien zeigen, daß sich die PendlerInnen vor allem über mangelnden Komfort und schlechtes Service beschweren. Sogar bei den neuen Doppelstockgarnituren gibt es bereits Mängel, die nicht behoben werden. Das sind eindeutig Folgen einer verfehlten Personalpolitik.

"Die ÖBB muß diese Probleme rasch in den Griff bekommen und das geht nur mit genügend Personal am richtigen Ort," verlangt Sarreschtehdari-Leodolter und unterstützt damit die Forderungen
der Eisenbahnergewerkschaft nach mehr Beschäftigten. "Die Bahn
kann nur dann eine attraktive Alternative zum Individualverkehr darstellen, wenn sie die Qualität ihres Angebotes verbessert. Im Augenblick geht sie dabei allerdings in die falsche Richtung."

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