Gewerbeverein: Politgroteske im Sozialministerium

Wien (OTS) - Ein "Kabinettstückerl" im wahren Wortsinn liefert wieder einmal das Sozialministerium. Trotz treuherziger Beteuerung des Herrn Bundeskanzlers wird wieder einmal mehr eine Ministerinsekretärin in eine Spitzenposition gehievt.

Die an sich sinnvolle Zusammenlegung der drei Arzneimittelanstalten zu einem Bundesinstitut für Arzneimittel wird vom Österreichischen Gewerbeverein (ÖGV) vehement unterstützt - wenn damit Stellen eingespart werden.

Mit aller Entschiedenheit spricht sich der ÖGV dagegen aus, die bisherige Leiterin der Organisationsabteilung in der Präsidialsektion des Sozialministeriums zur Leiterin dieses höchstsensiblen Bundesinstitutes zu bestellen.

Es kann doch nicht sein, daß eine 32jährige Frau Magister, die ihre Diplomarbeit über die Arbeitsunzufriedenheit in der öffentlichen Verwaltung schrieb, plötzlich über fundierte chemische und pharmakologische Kenntnisse verfügt - außer sie wäre ein Genie. Es ist schlichter Unfug, 32jährige mit lediglich Verwaltungserfahrung, in ein Amt einzusetzen, in dem es um die Beurteilung von Angelegenheiten geht, die ein fundiertes einschlägiges Fachwissen erfordern. Damit ausgestattete österreichische Fachleute gäbe es genug.

Nach den ursprünglichen Kanzler-Ankündigungen der objektiven Postenvergabe - die ja niemand ernsthaft glaubte - und den folgenden Tatsachen - zuletzt im Bereich der Bundestheater, ist die 32jährige "Hostasch-ernannte" Arzneimittelspezialistin nicht nur eine Zumutung allen ihr künftig unterstellten Experten gegenüber - sie ist auch eine potentielle Gefährdung der Volksgesundheit, Frau Gesundheitsministerin!

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