Caritas: Hilfsappell aus dem Südsudan

Nahrungsmittel reichen nicht/Lage verschärft sich

Wien, 10.8.1998 (car-pd). Die südsudanesische Kirche hat einen er-neuten Hilfsappell an die Caritas gerichtet. äDie bisher gelieferten Le-bensmittel reichen bei weitem nicht aus. Wir bitten Euch inständig, helft uns", appelliert Caesar Mazzolari, apostolischer Administrator von Rumbek an die Hilfsorganisation. In den vier Pfarreien seiner Diözese sind in den letzten Wochen etwa 105.000 Flüchtlinge aus den nördli-cher gelegenen Gebieten der Bahr El Gazal Region eingetroffen. Nach tagelangen Märschen über mehrere hundert Kilometer sind die meisten Menschen völlig erschöpft und ausgehungert. Die Caritas unterstützt den Kauf und Transport von Hilfsgütern nach Rumbek, wohin täglich aus Kenia zwei kleine Maschinen mit Hilfsgüter fliegen.

Die Hungerkatastrophe im Südsudan geht weiter: Auch in den Regio-nen Yirol und Rumbek verschärft sich die Lage dramatisch. 70 Prozent der Bevölkerung sind dort seit Monaten ohne ausreichende Ernährung. Von den Folgen der Unterernährung sind besonders Kinder unter 14 Jahren betroffen. Über 250.000 Menschen sind in den letzten Monaten in diese Regionen geflohen. Viele von ihnen lagern entlang den Stra-ßen in der Hoffnung, mit Hilfsgüter versorgt zu werden.

Die Lage in Rumbek und weiten Teilen des Südsudans wird dadurch verschärft, daß der Transport von Hilfsgütern praktisch nur noch über den Luftweg möglich ist. Wegen der derzeitigen Regenzeit sind fast alle Flughäfen überschwemmt. Nur kleine Flugzeuge mit entsprechend geringer Transportkapazität können landen. Die Caritas setzt nun ver-stärkt kleine Flugzeuge ein, um die Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. Da der Transport über die Luftbrücke zwar schneller, aber auch wesentlich teurer ist als über den Landweg, ist finanzielle Unter-stützung von außen dringend notwendig.

Die Caritas bittet um Spenden: PSK 7.700.004, Kennwort: Sudan

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