Muzik: Rasche Entscheidung über mögliche Realisierung der Nord- Süd-Spange

Ungarisches Bahnprojekt gefährdet österreichische Standortqualität

St. Pölten, (SPI) - "Österreich benötigt eine leistungsfähige Nord-Süd-Spange. Für die Bundesländer Niederösterreich und Wien sowie Kärnten und die Steiermark geht es hier um fundamentale wirtschaftspolitische Interessen. Denn die von Ungarn, Kroatien
und Slowenien geplante leistungsfähige Bahnverbindung von Bratislava über Györ, Steinamanger nach Murska Sobota bis zu den Adriahäfen Koper und Triest stellt bei einer Verwirklichung eine unmittelbare Bedrohung der österreichischen Standortqualität dar. Es muß daher gelingen, die Stellung der Bundeshauptstadt Wien als Transeuropäischen Eisenbahnknoten abzusichern, denn sonst führt künftig einer der wichtigsten europäischen Verkehrsströme an Österreich vorbei”, stellt der Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Hans Muzik, fest.****

Wir dürfen uns in der Frage einer Nord-Süd-Verbindung nicht mehr in jahrelange Diskussionen verstricken. Der Anschluß an das europäische Hochleistungsnetz ist auch aus ökologischen Überlegungen und Zielsetzungen - Schwerverkehr von der Straße auf die Schiene - von besonderer Bedeutung. Der wichtige Zugang zur Adria und den italienischen Industriezentren muß einfach über Österreich laufen. "Es ist unumgänglich, daß sich die Politik wieder zu einer sachlichen und konstruktiven Arbeit findet und die HLAG, die schließlich mit der Errichtung einer leistungsfähigen Nord-Süd-Spange beauftragt ist, hieb und stichfeste Planungs- und Projektunterlagen vorlegt. Es besteht durchaus die Gefahr, daß die EU angesichts der Vorgänge in Österreich jenen Ländern ihre Aufmerksamkeit widmet, wo sich eine leistungsfähige Bahnverbindung leichter verwirklichen läßt”, so Muzik abschließend.
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