Prokop: Situation am Arbeitsmarkt erfordert zusätzliches Geld für Frauen und Ältere

Niederösterreich, 9.8.98 (NÖI) "Wir gehen davon aus, daß in Niederösterreich im Herbst für 400 Jugendliche ein Auffangnetz benötigt wird. Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für Beschäftigung (NAP) sind aber finanzielle Mittel derzeit nur für 660 Jugendliche veranschlagt. Die freiwerdenden Gelder müssen für Beschäftigungs- und Ausbildungsprojekte für Frauen und ältere Arbeitslose in Niederösterreich verwendet werden", fordert LH-Stv. Liese Prokop eine Ausweitung der Finanzmittel des NAP auf die Zielgruppe der Frauen und älteren Arbeitslosen. Prokop leitet in Niederösterreich die Landes-Projektgruppe zur Umsetzung des NAP.****

Der NAP sieht gegenwärtig in Niederösterreich zusätzlich 150 Millionen Schilling für 660 lehrstellensuchende Jugendliche vor, die bis November keine Lehrstelle gefunden haben. Um diesen Jugendlichen einen Einstieg in die Lehre zu erleichtern, werden einjährige Berufsvorbereitungslehrgänge und 3-4jährige Lehrlingstiftungen eingerichtet.

"Wenn die Ziele des NAP, bis zum Jahr 2003 die
Arbeitslosenquote um 1% zu senken und 100.000 zusätzliche Jobs zu schaffen, erreicht werden soll, muß auch für andere Gruppen als Jugendliche Geld für Ausbildung und Beschäftigung zur Verfügung gestellt werden. 50 Millionen Schilling sollten daher für die Problemgruppe der Frauen und älteren Arbeitslosen vorgesehen werden", gibt Liese Prokop der Kritik am NAP angesichts der Entwicklung am Arbeitsmarkt in Niederösterreich recht. Der Arbeitsmarkt stellt sich in Niederösterreich für Jugendliche und Lehrlinge günstig dar. Bei den Frauen und älteren Arbeitslosen weist Niederösterreich hingegen nur durchschnittliche Arbeitslosenquoten aus.
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