AMS: Kier soll Nachhilfe in Volkswirtschaftslehre nehmen-

AMS vermittelt deutlich kostengünstiger als Private - 75 Prozent aller offenen Stellen werden innerhalb eines Monats besetzt

Wien (OTS) - "Als größte Vermittlungsagentur Österreichs
sind wir in der Lage rasch und deutlich kostengünstiger zu arbeiten", kritisierte Herbert Buchinger, Vorstandsvorsitzender
des Arbeitsmarktservice (AMS) die vom Liberalen Forum erhobene Forderung nach Privatisierung des Arbeitsmarktservice. Von den
rund 30 privaten Jobvermittlern in Österreich wurden 1997
insgesamt 1.330, vom Arbeitsmarktservice rund 68.110 Personen vermittelt. Während beim AMS die Kosten pro erfolgreicher Vermittlung bei rund 8.900 ÖS liegen, so entstehen bei den
privaten Vermittlern Kosten in der Höhe von drei Monatsgehältern. "Durch die Unternehmensgröße betragen die beim AMS anfallenden Vermittlungskosten ein Sechstel der privaten Anbieter", so Buchinger. ***

Kier solle zunächst Nachhilfe in Sachen
Volkswirtschaftslehre nehmen, so Buchinger weiter. Auch von internationalen Experten werde die Koppelung von aktiver und passiver Arbeitsmarktpolitik als zukunftsweisendes Modell
empfohlen, um eine zunehmende Vernetzung von beschäftigungsfördernden Maßnahmen mit dem Bereich der passiven Arbeitsmarktförderung sicherzustellen. Die Aufgabe des Arbeitsmarktservice und der volkswirtschaftliche Nutzen der Arbeitsmarktförderung liege vor allem darin, der Ausgrenzung benachteiligter Personengruppen am Arbeitsmarkt entgegenzuwirken.
Ob diese Aufgabe durch die Privatisierung und Kommerzialisierung
der Arbeitsmarktförderung volkswirtschaftlich effizient durchgeführt werden könne, sei mehr als fraglich, betonte Buchinger abschließend.

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