AK Test: Spesen für Kontoführung sind stark gestiegen

Leistungen und Gebühren der Banken unüberschaubar

Klagenfurt (OTS) - Die Banken haben die Gebühren für Girokonten kräftig erhöht. Das ergab eine Erhebung der Konsumentenberatung der Arbeiterkammer Kärnten bei 15 Bankinstituten. 1990 kostete ein Girokonto bei vielen Banken noch rund 30 Schilling jährlich. Jetzt bieten nur mehr drei der fünfzehn Banken Gebühren unter 200 Schilling pro Jahr für die Führung eines Gehaltskontos an.

Dazu kommt eine solche Vielzahl von unterschiedlichen Kontoformen und Leistungsentgelten, daß ein Gebührenvergleich für den Konsumenten fast unmöglich ist. Die Arbeiterkammer zählte bei ihrer Befragung von 15 in Kärnten ansässigen Banken im Juni 32 unterschiedliche Kontovarianten. Die Fülle ist verwirrend:
Gehaltskonten mit Einzelverrechnung, Konten mit Pauschalverrechnung, Zeilen- und Transaktionsgebühren, Basis-, Standard-, und Komfortpakete werden angeboten. Die diversen Leistungen und Kosten sind für den Kunden kaum noch zu überblicken, kritisiert die Arbeiterkammer.

Bei den Konten mit Einzelverrechnung stellte die Arbeiterkammer Kontoführungsgebühren zwischen 25,- und 240,- Schilling pro Quartal fest. Es können hier auch noch zusätzliche Zeilen- und Transaktionsgebühren verrechnet werden, die zwischen 70 Groschen und 4,90 Schilling liegen. Nur bei einer einzigen Bank ist das Gehaltskonto gebührenfrei.

Jugend- und Studentenkonten sind bis auf zwei Ausnahmen bei allen Banken kostenlos. Zum Teil werden Jugendlichen auch günstigere Zinssätze verrechnet. Einige Banken bieten auch Pensionisten günstigere Konditionen beziehungsweise eine kostenlose Kontoführung an.

Bei der Auflösung eines Gehaltskontos wird der Kunde nochmals zur Kasse gebeten: er zahlt zwischen 50,- und 200,- Schilling.

Pauschalkonten decken in der Regel alle Buchungsspesen und weitere unterschiedliche Leistungen ab. Die Preisunterschiede sind allerdings enorm: zwischen 50,- und 510,- Schilling pro Quartal kostet ein Pauschalpaket. Allerdings sind in vielen solchen Paketen die Euroscheckkarte mit Bankomatfunktion und teilweise auch eine Kreditkarte oder das Electronic Banking inkludiert.

Änderungen von Daueraufträgen kosten zwischen zehn und 30,-Schilling, eine vorzeitige Löschung 20,- bis 35,- Schilling. Einige Banken verlangen auch bereits für die Eröffnung des Dauerauftrages 20 Schilling. Kann der Dauerauftrag nicht durchgeführt werden, weil das Konto nicht gedeckt ist, wird für den Kunden eine äStrafgebühr" zwischen 40,- und 100,- Schilling, bei einem Einziehungsauftrag zwischen 50,- und 150,- Schilling fällig.

Die Ergebnisse der Bankgebühren-Erhebung in Kärnten hat die AK-Konsumentenberatung in übersichtlicher Form zusammengefaßt. Der Bankgebühren-Vergleich kann bei der Arbeiterkammer Kärnten, Bahnhofplatz 3, 9020 Klagenfurt bestellt werden.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Kärnten
Telefon (0463)5870/238.

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