4,1 Regionalisierungsmillionen für Radwege

Ausbau im Triestingtal und Verbindung mit dem Gölsental

St.Pölten (NLK) - Die Fremdenverkehrsabteilung des Amtes der NÖ Landesregierung hat gemeinsam mit Eco Plus eine Expertise zum Thema "Radtourismus in NÖ" erstellen lassen, wobei eine der wesentlichsten Empfehlungen daraus die Notwendigkeit der Etablierung eines hochrangigen Radwegenetzes in Niederösterreich betrifft. Es soll als Orientierungsrahmen für die Gäste und sogenannte "mental map" insbesondere die Vermarktung des radtouristischen Angebotes Niederösterreichs im Sinne des touristischen Leitbildes "NÖ 2001" erleichtern.

Eine Lücke in diesem übergeordneten Radwegenetz betrifft die Route Triestingtal-Gölsental als südliche Querverbindung zwischen Kottingbrunn und Traisen. Der Radweg ist im Abschnitt Hirtenberg bis Pottenstein bereits fertig. Als Gesamtprojekt planen die Gemeinden Pottenstein, Weißenbach an der Triesting, Altenmarkt an der Triesting, Kaumberg und Leobersdorf die fehlenden Radwegeabschnitte in den Bereichen Leobersdorf bzw. im Abschnitt Pottenstein über Kaumberg-Araburg bis nach Hainfeld auszubauen.

Im Laufe der Finanzierungsgespräche haben sich die Gemeinden auf den Vorschlag geeinigt, die Errichtung des gesamten Radweges in zwei Bauetappen aufzuteilen, da die Routenführung in den Gemeinden Ramsau und Hainfeld noch nicht fixiert werden konnte. Bauetappe I betrifft die Gemeinden Leobersdorf bis Kaumberg-Bahnhof und kann umgehend realisiert werden. Bauetappe II umfaßt die weiterführende Radroute in den Gemeinden Kaumberg, Ramsau und Hainfeld, wobei die endgültige Fixierung der Trasse im Sommer 1998 erfolgen soll.

In der Bauetappe I sieht der Finanzierungsplan im EU Ziel 2-Gebiet (Pottenstein, Weißenbach an der Triesting, Altenmarkt an der Triesting, Kaumberg) Ausgaben in der Höhe von 24,091 Millionen Schilling vor, für den nicht als EU Zielgebiet definierten Bereich Leobersdorf kommen noch 585.000 Schilling dazu. Gemäß Regierungsbeschluß stammen neben anderen Förderungen 4,1 Millionen Schilling als Zuschuß aus Regionalisierungsmitteln, wobei 4 Millionen das EU Ziel 2-Gebiet betreffen. Das 1997 begonnene Projekt soll bis zum Jahr 2000 fertiggestellt sein.

Als bauliche Maßnahme sind in der Gemeinde Kaumberg die Errichtung eines Steges sowie der Ausbau des Radweges auf einer Länge von ca. 2 Kilometern notwendig. Im Gemeindegebiet Altenmarkt an der Triesting beträgt die Länge der auszubauenden Strecke ca. 11,8 Kilometer. In Weißenbach an der Triesting wiederum ist die Errichtung eines Steges sowie eine Adaptierung des Radweges auf einer Länge von ca. 1,2 Kilometern auszuführen. In der Gemeinde Pottenstein sind ca. 3,9 Kilometer des Radweges auszubauen. Inklusive der im Gemeindegebiet von Leobersdorf bereits 1997 getätigten Maßnahmen ist der Triestingtalradweg in der Bauetappe I somit auf einer Länge von ca. 20 Kilometern neu auszubauen bzw. für den Radfahrverkehr zu adaptieren.

Mit dieser Radwegtrasse werden die Radgäste gänzlich abseits der B 18 fahren können, wobei die Steigungsabschnitte für durchschnittliche Radfahrer durchwegs annehmbar sind. Von Vorteil ist zudem die Möglichkeit der Nutzung der Bahn. Der Triestingtalradweg verknüpft sich bei Leobersdorf mit dem Hohe-Wand-Radweg und soll in den nächsten Jahren in den bereits projektierten Thermenradweg münden. Nach Fertigstellung des Gesamtprojektes bindet der Triestingtalradweg in Hainfeld an den sehr gut frequentierten Gölsentalradweg an.

Nähere Informationen bei der mit der Abwicklung betrauten Abteilung ST3 im Amt der NÖ Landesregierung unter der Telefonnummer 02742/200/4701.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK