Prokop für Kinderbetreuungsscheck:

Wahl zwischen Beruf und Familie für 45.000 Mütter

St.Pölten (NLK) - Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop ist generell für den Kinderbetreuungsscheck, weil er Müttern eine echte Wahlmöglichkeit zwischen Beruf und Familie bietet. "Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Kinderbetreuungsscheck begünstigt jene 11 Prozent der Mütter, die derzeit kein oder nur das halbe Karenzgeld erhalten. Außerdem kommt er jenen 40 Prozent zugute, die bis zum dritten Lebensjahr des Kindes zumindest teilzeitbeschäftigt sein wollen, weil das Arbeitsverbot für Frauen während des Bezuges von Karenzgeld aufgehoben wird. Darüberhinaus wird das Geld nicht nur eineinhalb Jahre, sondern volle drei Jahre ausbezahlt", argumentiert Prokop. Der Kinderbetreuungsscheck, der sich an der Höhe des Karenzgeldes orientiert, würde somit das Karenzgeld, die Teilzeitbeihilfe für Selbständige und die Sondernotstandshilfe ersetzen. Finanzierbar sei allerdings nur jener Kinderbetreuungsscheck, der einen Geldbetrag für Erziehungsberechtigte in Höhe von 5.700 Schilling pro Monat bis zum vierten Lebensjahr des Kindes vorsieht. Das Geld wird aber nicht für jedes Kind, sondern nur einmal ausbezahlt. Als Ergänzung könnte die NÖ Familienhilfe gestaffelt für das zweite und jedes weitere Kind bis zum dritten Geburtstag gewährt werden. Diese Variante könnte schon ab dem Jahr 2001 realisiert werden. Kostenpunkt für den Scheck: rund 21,2 Milliarden Schilling. "Unter Anrechnung der bestehenden Leistungen, also Karenzgeld usw., verbleibt ein offener Betrag von 2,6 Milliarden Schilling", erläutert Prokop. Nach Prokops Ansicht paßt der Scheck ausgezeichnet in das niederösterreichische Familienfördersystem. Anschließend an den Kinderbetreuungsscheck würde das Land - wie bisher - den Kindergarten kostenlos zur Verfügung stellen. Die rund 45.000 Mütter, die der Kinderbetreuungsscheck betreffen würde, könnten einen Teil des Geldes für die eigene Sozialversicherung, also Kranken-, Unfall-, Pensions-und Sozialversicherung, verwenden.

Die Kritik der Gegner des Kinderbetreuungsschecks, wonach Frauen vom Arbeitsmarkt ferngehalten werden und Kindergärten zuwenig Kinder hätten, kann Prokop nicht teilen: "Wie gesagt: Das Arbeitsverbot während der Karenzzeit wird aufgehoben. Und Kinder brauchen auch ab dem vierten Lebensjahr eine Betreuung."

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