Cerwenka: Schimanek und Nitsch - auf der Suche nach Öffentlichkeit

Bewußte Täuschung der Öffentlichkeit des freiheitlichen Landesrates

St. Pölten, (SPI) - "Der freiheitliche Landesrat Hans-Jörg Schimanek allein ist für Veranstaltungen und Wasserrecht zuständig. Er hätte die Veranstaltung des sogenannten "Aktionskünstlers" Hermann Nitsch bereits im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens unterbinden können - wenn er seine Kompetenzen ernst nehmen würde. Statt dessen ist Schimanek - und hier weist er sicher einen "verwandtschaftlichen" Geist zu Nitsch auf - mit seinen Protestkundgebungen nur auf der Suche nach Öffentlichkeit und Skandalisierung. Dies muß als "Schande für Niederösterreich" bezeichnet werden", stellt der Kultursprecher
der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Helmut Cerwenka, heute fest.****

"Zum sogenannten "Orgien-Mysterien-Theater" und zur öffentlichen Zurschaustellung von Tierschlachtungen und Blutorgien wirft sich
die Frage nach der Grenzziehung zwischen Kultur und der bewußten Verletzung von Moral, Anstand und Ethik auf. Nitsch ist bekannt dafür, diese Grenzen immer wieder auszureizen, ja zu verletzen. Im aktuellen Fall jedenfalls hat Hermann Nitsch diese Grenzen klar überschritten und er stellt sich damit außerhalb jeden Verständnisses für die klare Mehrheit der Menschen in Niederösterreich. Die Politik befindet sich dabei auf einer Gradwanderung zwischen dem Schutz der freien Kulturausübung und
dem Vorwurf der politischen Zensur", so der Kultursprecher weiter.

"Die verantwortungsbewußten politischen Kräfte müssen in Zukunft noch sensibler darüber entscheiden, was noch unter den Begriff Kunst fällt und welche Projekte die Menschen und ihr Empfinden vor den Kopf stoßen. Der Weg einer politischen Zensur ist dabei sicher kein gangbarer, doch die Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit muß stärker wahrgenommen werden", so Cerwenka weiter. Weiters ist klarzustellen, daß für Veranstaltung dieser Art weder direkt noch indirekt der öffentlichen Hand Kosten - im konkreten Fall betreffend des Polizeieinsatzes - erwachsen dürfen. "Wie es nicht gehen darf, hat jedenfalls der freiheitliche
Landesrat Schimanek vorexerziert. Er hat durch sein Zaudern und seine Sucht nach Öffentlichkeit diese Veranstaltung erst zugelassen", so der SP-Kultursprecher abschließend.
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