• 06.08.1998, 09:30:02
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  • OTS0040

Mumien aus dem Alten Ägypten Zur Mumienforschung im Kunsthistorischen Museum Eine Sonderausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien

Kunsthistorisches Museum
Wien 1, Maria-Theresien-Platz
Sonderausstellungssaal
7.8. bis 4.10.1998

Wien (OTS) - Das Kunsthistorische Museum verfügt in seiner
Ägyptisch-orientalischen Sammlung über den größten Bestand an
ägyptischen Mumien außerhalb Ägyptens. Seit rund vier Jahren sind
diese Mumien, die aus dem erstem vorchristlichen Jahrtausend stammen,
Gegenstand einer interdisziplinären Forschungsprojektes, das vom
Kunsthistorischen Museum gemeinsam mit dem Institut für Histologie
der Universität Wien und der Röntgenabteilung des Donauspitals
durchgeführt wird. Seit Jahrtausenden sind die ägyptischen Museum
Gegenstand eines großen öffentlichen Interesses. Fragen der
Mumifizierung und der Bestattungssitte des Alten Ägypten haben
Generationen von Ägyptologen, aber auch von Medizinhistorikern
beschäftigt. Durch den Einsatz moderner radiologischer
Untersuchungsmethoden, aber auch der Endoskopie und neuer chemischer
Analyseverfahren ist es nun möglich geworden, neue Erkenntnisse über
Altersstruktur, pathologische Veränderungen, Krankheitsursachen und
über die Wirkung und den Nachweis von medikamentösen Wirksubstanzen,
wie Drogen, gewonnen werden. Das Wiener Mumienprojekt ist neben einem
in Manchester laufenden Untersuchungsprojekt das bedeutendste seiner
Art. Durch die zerstörungsfreien Untersuchungsmethoden, wie
Computertomographie und andere digitale röntgenologische Verfahren
bleibt die Würde des mumifizierten Körpers unangetastet. Mumien sind
auch für das Kunsthistorische Museum nicht Schaustücke, die den Blick
einer breiten Öffentlichkeit ausgesetzt werden sollen, sondern
Relikte einer Hochkultur, die von einem tiefen Jenseitsglauben
charakterisiert war und alles dazu getan hat, die physische
Vergänglichkeit des Körpers für ein entsprechendes Leben im Jenseits
zu gewährleisten. Dieser Grundgedanke, der seit über viele
Jahrtausende die ägyptische Religion charakterisiert hat, muß und
kann auch heute noch respektiert werden. Ganz in diesem Sinne
veranschaulicht die Ausstellung des Kunsthistorischen Museums über
ägyptische Mumien antropologische, naturwissenschaftliche und
ägyptologische Forschungsergebnisse am Beispiel der bedeutendsten
Wiener Mumien eingebettet in eine Darstellung der Entwicklung und
Zielsetzung der ägyptischen Begräbnissitte von der Zeit der
Großpyramiden bis zur römischen Epoche. Diese Ausstellung ist der
erste Teil einer zweiteiligen Ausstellungsserie, die sich mit der
altägyptischen Begräbnissitte, aber auch der Kunst dieser Hochkultur
auseinandersetzt, die es sich vorwiegend zur Aufgabe gemacht hat, als
"Bild für die Ewigkeit" die Unvergänglichkeit des Menschen ins
Jenseits hinein zu bewahren.

Der zweite Ausstellungsteil - "Portraits aus dem Wüstensand" (vom 20.
10. 1998 bis 31. 1. 1999 im Sonderausstellungssaal des KHM) - wird
den erstmals außerhalb Ägyptens gezeigten Mumienportraits der ersten
nachchristlichen Jahrhunderte zeigen, die als besondere
kunstgeschichtliche Gattung die Begegnung römischer Portraitkunst und
ägyptischer Religiosität auf eindrucksvollste Weise veranschaulichen.

Dr. Wilfried Seipel
Generaldirektor des
Kunsthistorischen Museums

Mumien aus dem Alten Ägypten
Zur Mumienforschung im Kunsthistorischen Museum
Eine Sonderausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag10 bis 18 Uhr
Donnerstag (Abendöffnung)10 bis 21 Uhr

Eintrittspreise:
EinzelpersonenÖS 100,-
Ermäßigt ÖS 70,-
Wien-Karte ÖS 90,-
FührungskarteÖS 30,-

Führungen:
Dienstag um 15 Uhr, Donnerstag um 18 Uhr

Führungsanmeldung:
Tel.: (+43 1) 525 24-416/-550

Presseinformation:
Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
(Mag. Annita Mader; Mag. Gudrun Hatvagner)
Kunsthistorisches Museum, Wien 1,Burgring 5
Tel.:(+43 1) 525 24-403/-404 Fax: (+43 1) 523 27 70
e-mail: [email protected] e-mail: [email protected]

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS

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