Maazel: Keine Rückkehr an die Staatsoper

Wien (OTS) - Lorin Maazel, 1984 im Unfrieden geschiedener Direktor der Wiener Staatsoper, wird nach dem Konzert mit Mahlers "Achter" im vergangenen Mai nicht mehr am Haus dirigieren. Das sagt der Dirigent der Salzburger "Don Carlos"-Produktion in einem Interview mit der morgen erscheinenden Ausgabe des Wochenmagazins News. Operndirektor Holender hatte zuletzt mehrfach die Hoffnung geäußert, Maazel zurückzugewinnen.

Er dirigierte derzeit nur in Salzburg und München Opern, begründet Maazel seine Entscheidung in News. Gegen Wien fühle er keinen Groll, sein einziges Problem sei dort der damalige Kultusminister Zilk gewesen.

Scharf wendet sich Maazel gegen "Mediokre und Fanatiker" und solche, die "ganz genau wissen, wie zum Beispiel Bach seine eigene Musik gespielt hat. Das sind Theorien, sehr interessant zu lesen, aber am Ende des Tages muß man musizieren, und dann geht es um die innere Wahrheit und nichts sonst.". Maazel in News: "Die Fanatiker haben den Geschmack soweit gestört, daß man nicht mehr weiß, wie schön Musik klingen kann. Aber die Musik kommt zurück, es wird nicht ewig dauern."

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