Koczur: Schließung Waldviertler Finanzämter kann doch wohl nicht ernst gemeint sein

Aderlässe der Vergangenheit dürfen nicht weiter fortgesetzt werden; gefragt sind aktive Fördermaßnahmen

St. Pölten, (SPI) – "Die offensichtlich alljährlich im medialen Sommerloch wieder aufkeimende Diskussion über die Schließung von Finanzämtern – diesmal stellt der Finanzminister Finanzämter im Waldviertel zur Diskussion – kann doch wohl nicht ernst gemeint sein. Das Land Niederösterreich und der Bund versuchen zur Zeit, mit einem Förderprogramm die ohnehin benachteiligten Grenzbezirke auf die EU-Osterweiterung vorzubereiten – und der Finanzminister möchte wichtige wirtschaftspolitische Infrastruktureinrichtungen schließen! Ein solches Vorgehen kann man der Bevölkerung wirklich nicht mehr erklären – und es wird von uns auch nicht hingenommen", stellt der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten und Vorsitzender des Niederösterreichischen Gemeindevertreterverbandes, Abg. Anton Koczur, fest.****

"Diese Diskussion im Vorhof der EU-Osterweiterung zu führen ist mehr als kontraproduktiv. Die niederösterreichischen Sozialdemokraten stellen sich als verantwortungsbewußte Politiker hinter die Anliegen der Bevölkerung und der Wirtschaft, die ihre Finanzämter als Servicestelle des Bürgers vor Ort erhalten wissen wollen. Unsere Region mußte in der Vergangenheit – beispielsweise mit der Abwanderung der Textilindustrie – ohnehin schon gewaltige Aderlässe hinnehmen. Gefragt ist eine Aufwertung, nicht eine weitere "Ausdünnung" des Infrastrukturgefüges. Der Finanzminister hat mit einem geeinten Widerstand zu rechnen, sollte er seine "Sommerdiskussion" wirklich umsetzen wollen", so der Waldvierteler Abgeordnete und Bürgermeister von Groß Siegharts, Anton Koczur, abschließend.
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