Österreichische Weinwirtschaft braucht Konzepte

Pleil will Herkunftsbezeichnung

St.Pölten (NLK) - "Die österreichische Weinwirtschaft braucht Konzepte, die die Voraussetzung für einen qualitätsorientierten Weinbau schaffen", meinte heute der Präsident des Bundesweinbauverbandes, Ing. Josef Pleil in Wien. Wichtigste Maßnahme zur Absatzsicherung sei, Herkunftsbezeichnungen getreu dem italienischen "Chianti" einzuführen. Er stelle sich sogenannte D.A.C (Districticus Austria Controllatus-Weine) vor, womit regionstypisch erkennbare Qualitätsweine bezeichnet werden sollen. So könnte also zum Beispiel Wachauer DAC auf den Markt kommen. Pleil: "Das ist ein wichtiges Anliegen, da auch in anderen Staaten wie Ungarn die Weinqualität hervorragend ist, die Produktionskosten aber geringer sind". Auch das "Weinbaukonzept 2000" sei ein geeignetes Instrument, bei dem Weinbaufluren auf ihre Lage überprüft werden. "Wir müssen an guten Standorten den richtigen Wein produzieren. Auch Streulagen könnten beseitigt und frostgefährdete Weingärten in Gunstlagen ausgepflanzt werden", erläuterte Pleil. Weiteres wichtiges Ziel sei, den Terrassenweinbau in der Wachau und im Kamptal zu erhalten. Aus diesem Grund würden in Zusammenrbeit mit der Agrarbezirksbehörde Stückkommassierungen durchgeführt. Bedauerlich sei allerdings, daß vom WWF ein derartiges Projekt bei der EU wegen zu weitreichender Eingriffe in die Natur angezeigt wurde. Pleil: "Das werden wir uns nicht gefallen lassen. Unsere Winzer brauchen einen zeitgemäßen Weinbau." In jedem Anbaugebiet sollten außerdem Erzeugerorganisationen eingerichtet werden. Weitere Forderung Pleils:
Die Abschaffung der Getränkesteuer, für die Gemeinden müßte man natürlich Alternativen finden. Zur EU-Weinmarktordnung merkte Pleil an, daß diese durchaus brauchbare Vorschläge enthalte. Begrüßenswert seien vor allem spezielle Förderungen von Regionalprogrammen zur Anpassung an die Nachfrage. Gut sei weiters, daß jene Gebiete gestärkt werden sollen, die ihre Weine vielleicht verkaufen können. "Österreich produziert ein Prozent der Weltweinerzeugung und zwei Prozent der EU-Erzeugung. Wir gehören zu den Spitzenweinländern", betonte Pleil.

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