Die Donau-Universität Krems präsentiert ihren zweiten Geschäftsbericht

Alle Kennzahlen des Jahres 1997 weisen beachtliche Steigerungen aus

Krems (OTS) - Mit der Präsentation des ersten Geschäftsberichtes einer österreichischen Universität bei einer Pressekonferenz des Bundesministers für Wissenschaft und Verkehr am 26. November 1997 ist der neue Weg von Krems dokumentiert worden. Das überwältigend positive Echo hat die Donau-Universität bestärkt, diesen neuen Weg weiterzugehen.

Das Vertrauen des Bundesministers für Wissenschaft und Verkehr, Dr. Caspar Einem, und des Landeshauptmannes von Niederösterreich, Dr. Erwin Pröll, in ihre junge Universität erweist sich als berechtigt. Alle Kennzahlen des Jahres 1997 weisen beachtliche Steigerungen aus:

· Die Anzahl der Studierenden hat sich verdoppelt von 196 im WS 1996/97 auf 387 im WS 1997/98 (und auf 428 im SS 98)

· Die Anzahl der Absolventen hat sich verdreifacht von 68 im Jahr 1996 auf 201 im Jahr 1997.

· Die Anzahl verkaufter Personenstunden an Universitätslehrgängen hat sich verdoppelt von 85 000 Stunden im Jahr 1996 auf 161 000 im Jahr 1997.

· Die Anzahl verkaufter Personenstunden in den Universitätsveranstaltungen hat sich mehr als verdoppelt von 15 000 Stunden im Jahr 1996 auf 35 000 im Jahr 1997.

· Die Drittmittel haben sich mehr als verdoppelt von 18,1 Mio. ATS im Jahr 1996 auf 39,9 Mio. ATS im Jahr 1997.

. Die Drittmittelerträge pro Mitarbeiter/in haben sich verdoppelt von 0,3 Mio. ATS/MitarbeiterIn im Jahr 1996 auf 0,6 Mio. ATS/MitarbeiterIn im Jahr 1997.

· Die Personalkosten sanken auf das beachtliche Verhältnis von weniger als die Hälfte der Aufwendungen von 53 % im Jahr 1996 auf 47% im Jahr 1997.

Die detaillierten Angaben sowie die graphischen und textlichen Erläuterungen sind im Geschäftsbericht anschaulich präsentiert, sowohl für die gesamte Donau-Universität als auch für die einzelnen Abteilungen und das Universitäts-Management.

Für die junge Donau-Universität Krems stand das Jahr 1997 eindeutig im Zeichen des Beginns einer erfolgreichen Konsolidierung.

Finanzierung der Donau-Universität Krems

Das Budget 1997 war von schwierigen Verhandlungen und von einer großen Lücke in den Finanzierungserfordernissen der Donau-Universität gekennzeichnet. Im Zuge der Einführung und Anwendung des neuen Controllinginstrumentariums stellte sich die Dramatik der Situation dar. Maßnahmen zu Kostensenkungen, Effizienz- und Ertragssteigerungen wurden vom Präsidium gemeinsam mit den Führungskräften des Unternehmens Donau-Universität ergriffen.

Das Bundesministerium stimmte einer Erhöhung der Bundesmittel auf 52 Mio ATS zu - ein Betrag, der für 1998 und 1999 in gleicher Höhe genehmigt wurde - eine Zuwendung, die laut Aussage der geschäftsführenden Präsidentin der Donau-Universität "als solider Sockelbetrag für die Entwicklung der Universität und als Herausforderung für das Einbringen von weiteren Mitteln aus eigener Kraft" gesehen wird.

Der Erfolg ließ sich sehen. Aufbauend auf die Basisfinanzierung des Bundes gelang es der Donau-Universität Drittmittel (Studiengebühren und Stipendien sowie sonstige Drittmittel & sonstige Beiträge) in der beachtenswerten Höhe von 39,9 Mio. ATS zu akquirieren. Ein Teil der Drittmittel wurde vom traditionell nur als Cost Center betrachteten Universitäts-Management erwirtschaftet - durch die Erbringung von Dienstleistungen, darunter Seminare. Die Erträge in der Lehre stellten 49% der Drittmittel dar und waren das Ergebnis der erfolgreichen Aktivitäten der Abteilungen, die insgesamt 161.000 Personenstunden an Universitätslehrgängen verkauften Universitätsveranstaltungen im Ausmaß von 36.000 verkauften Personenstunden trugen zu den Drittmitteln bei. Forschungsaufträge, in erster Linie im Zentrum für Biomedizinische Technologie, lieferten 10%.

Der Anteil an Drittmitteln bezogen auf die Bundesmittel stieg im Jahr 1997 auf 77 %. "Die Donau-Universität Krems hat - wie das immer günstigere Verhältnis von Erträgen zu Bundesmitteln bestätigt - die Startphase erfolgreich hinter sich gebracht" freut sich der Vorsitzende des Kuratoriums der Donau-Universität, Univ.-Prof. Dr. Bernhard Raschauer. "Wir sind in der Phase der Expansion".

Mit den Mitteln des Bundes beliefen sich die Erträge des Jahres 1997 auf 92,0 Mio. ATS, denen Aufwendungen in der Höhe von 82,7 Mio. ATS gegenüber standen. Bei der Ergebnisverwendung war das Präsidium bestrebt, sich nach den Kriterien erfolgreicher Unternehmen zu richten. Fehlende Rücklagen und ein nicht ausreichendes Eigenkapital können allzu leicht existenzbedrohend werden. Der Jahresüberschuß wird daher für die Bildung von zweckgebundenen projektbezogenen Rücklagen, für Investitionsrücklagen und für den umsichtigen Aufbau von Eigenkapital verwendet werden.

Der Vorsitzende des Kollegiums der Donau-Universität, Doz. Dr. Dieter Falkenhagen, legt sich unmißverständlich fest: "Schon jetzt wird aber immer deutlicher, daß der Steuerzahler wissen möchte, wofür die von ihm erarbeiteten Gelder benutzt werden. Die Donau-Universität Krems weist diesbezüglich alle Daten und Fakten aus und kann auf einen Jahresüberschuß in der Höhe von 9 Mio. Schilling hinweisen, der vorrangig auf der Basis beträchtlicher Drittmittelzuführungen eingebracht werden konnte. Die Steuerzahler sollen wissen, daß wir diesen Jahresüberschuß in zukunftsorientierte Aktivitäten investieren werden."

Seitens des Landes Niederösterreich wurden auf der Grundlage einer Vereinbarung gemäß Art. 15a Bundes-Verfassungsgesetz die betriebsbereiten Räumlichkeiten am Standort Krems zur Verfügung gestellt. Für den Gebäudebetrieb (laufender Aufwand, bauliche Investitionen und daraus resultierender Personalbedarf) bestritt das Land Ausgaben in der Höhe von 15,6 Mio ATS im Jahre 1997.

Die Donau-Universität Krems als Pilot-Universität

Das Jahr 1997 zeichnete sich durch die weitere Anwendung privatwirtschaftlicher Führungsinstrumente aus. Mit der erfolgreichen Entwicklung und Anwendung des operativen Controlling konnte die finanzielle Stabilität des Gründungsunternehmens Donau-Universität erlangt werden. Die Donau-Universität bekennt sich zur Eigenverantwortung und setzt ihren Weg als Pilot-Universität fort:
Gesamtverantwortung des Präsidiums für Personal, Finanz- und Sachmittel, Controlling, Abkehr von den kameralen Grundsätzen, Angestellten-Gesetz, befristete Verträge für die Führungspositionen.

Univ.-Prof. Raschauer führt lobend aus. "Schon heute ist sie in ihrer wirtschaftlichen Konzeption Vorbild für andere Universitäten, welche den Aufbau eines ähnlichen leistungsfähigen Controlling- und Management-Informationssystems erst noch bewältigen müssen."

Die Chronologie des Jahres 1997 Erweiterung in den Bereichen Management und Medizin Erreichung des strategischen Zieles:
Berechtigung akademische Master Grade zu vergeben.

In Text, Graphiken und Photos wird die Chronologie des Jahres 1997 vermittelt. Die Donau-Universität hebt ihre Interdisziplinarität hervor und die fachliche Erweiterung im Bereich Management, der in Ergänzung zu den bereits bestehenden Schwerpunkten in den Bereichen "Europa", "Kommunikation" und "Neue Technologien" als neuer Schwerpunkt etabliert wurde. Durch die Konstituierung der Abteilung Wirtschafts- und Managementwissenschaften wurde die organisatorische Basis für die anspruchsvollen Programme in Banking & Finance sowie in Business Administration geschaffen.

Über die Biomedizin hinaus wurde die Erweiterung im Bereich "Medizin" mit der Genehmigung zweier neuer Zentren "Zentrum für Postgraduale Studien der Neurowissenschaften" und "Zentrum für Umweltmedizin und Psychosomatik" beschlossen.

Qualität als Maßstab

Die sechste Gründungsthese " Die Donau-Universität Krems setzt auf Qualität. Sie ist klein und orientiert sich an den Bedürfnissen ihrer Kunden" wurde immer mehr zum Leistungsmaßstab: In ausdrucksvollen Photos aus dem belebten Alltag an der Donau-Universität hebt der Geschäftsbericht hervor: · Qualität Der Maßstab für die Donau-Universität · Qualität Der Maßstab für die Ergebnisse an der Donau-Universität · Qualität Der Maßstab im Umgang mit den Studierenden · Qualität Der Maßstab im Umgang mit den Ressourcen an der Donau-Universität

Angesichts des sich verschärfenden Wettbewerbs in der Nische der Weiterbildung und der auch hohen Anzahl an neuen privaten und öffentlich rechtlichen Anbietern setzt die Donau-Universität zielstrebig auf den hohen Maßstab der Qualität. Für Bruner "bedeutet Qualität in der Lehre, sich als Donau-Universität selbst als kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen zu verstehen und hervorragendste Vortragende, kleine persönliche Lerngruppen und die Anwendbarkeit des vermittelten Wissens zu bieten. Nicht nur die Studierenden setzen Maßstäbe durch ihre Wahrnehmung der stetigen Evaluierung der Lehre, auch die Universität setzt hohe Anforderungen an ihre Studierenden. In Krems zählt die Leistung, und die Weiterbildung an der Donau-Universität setzt sich den Erfolg ihrer Absolventen zum Ziel."

Die Studierenden als Kunden

Getreu der Einstellung, die Studierenden als Kunden der Donau-Universität zu sehen, gibt der Geschäftsbericht mit den Daten zu den Studierenden der einzelnen Universitätslehrgänge erstmalig einen detaillierten Einblick in ihre Marktdaten.

Die Donau-Universität Eine Institution, die sich dem Lernen verpflichtet hat.

Für Präsidentin Bruner "ist die die Donau-Universität nicht nur eine Bildungsinstitution, die die Vermittlung von qualitativ hochwertigem und anwendbarem Wissen im Wege der Lehre zum Ziel hat, sondern auch eine Organisation, die selbst lernt und die sich selbst dem Lernen verpflichtet hat." "Ich gestehe, daß es diese doppelte Herausforderung ist, die mich so begeistert und die die Verantwortung im Präsidium so reizvoll macht", fügt sie hinzu.

Rückfragen: Dr. Ulrike Cleven, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, Tel. 02732 893 DW 2258, Fax 02732 893 DW 4258

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