Fackel für Religionsfreiheit an Österreicher übergeben

Weitere Proteste aus dem Ausland

Wien (OTS) - Im Zuge des "Europäischen Lauf für
Religionsfreiheit" wurde heute am Brennerpaß die Fackel für Religionsfreiheit von dem Italienischen Läuferteam an das österreichische übergeben. Die Läufer wurden von der österreichischen Delegation in Rahmen einer Zeremonie herzlich empfangen und begrüßt. Das 10köpfige Team, das bereits seit 5 Wochen durch ganz Europa läuft und in dem Menschen verschiedener Länder wie Kanada, USA und Schweiz vertreten sind, läuft nun begleitet durch das österreichische Team nach Innsbruck, wo um 14:00 Uhr eine Demonstration stattfindet. Völlig überraschend wurde das österreichische Team von einer jungen Dame aus Australien erweitert, die von Innsbruck aus bis Frankfurt mitläuft.

Ursprünglich war ein Konzert mit Mark Janicello in Innsbruck geplant, daß aber von den Innsbrucker Stadtväter mit der Begründung verboten wurde, daß Scientologen die Veranstalter sind. Dieses Verbot löste mittlerweile eine heftige Kontroverse aus. Nachdem der Innsbrucker Bürgermeister mit Protesten von Politikern aus ganz Europa konfrontiert wurde, hat jetzt auch der belgische Senator und Fraktionsvorsitzender, Jan Loones, sowie Lord Duncan Mcnair vom britischen Oberhaus ihren Unmut über das Verbot ausgedrückt. Loones meinte, daß "Im Rahmen des Marathonlaufes durch Europa, den Menschenrechten und insbesondere den Rechten religiöser Minderheiten Aufmerksamkeit gewidmet wird". Lord Mcnair schrieb in einem Brief, daß "der europäische Lauf gerade wegen solchen Vorgehensweisen wie in Innsbruck durchgeführt wird. Ich möchte nicht haben, daß Innsbruck den gleichen Weg der Diskriminierung wie Deutschland einschlägt", so Mcnair.

Scientology-Sprecher Andreas Böck warf den verantwortlichen Politikern vor, daß Innsbruck die einzige Stadt in Europa ist, die eine derartige Veranstaltung verbietet und nicht mal bereit war, den "Grund" für das Verbot offenzulegen. "Bis heute wurde bewußt verschwiegen, was der für uns nicht nachvollziehbare Grund für ein derartiges Verbot ist", so Böck. Der Rechtsanwalt der Scientology Kirche hat nun als ersten Schritt die Herausgabe eines angeblichen Beschlusses vom Innsbrucker Bürgermeisteramt und Stadtsenat gefordert.

Der "Europäische Lauf für Religionsfreiheit", hat am 26. Juli in England seinen Ausgangspunkt genommen und führte durch Länder wie Frankreich, Italien, Schweiz und Belgien. Der Lauf, der in Zusammenarbeit mit anderen Religionsgemeinschaften und Menschenrechtsorganisationen durchgeführt wird, endet am 10. August in Frankfurt mit einer Großkundgebung und dient als Aufruf an die Menschen und verantwortlichen Politiker in Europa, die Rechte religiöser Minderheiten, die vor allem in Deutschland mit Füßen getreten werden, in Europa sicherzustellen.

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Andreas Böck
Angelika Thonauer
Tel.: (01) 522 36 18 DW 17

Scientology Kirche Österreich

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