Wiener Liberale fordern frauengerechte Gestaltung der öffentlichen Verkehrsmittel!

Hack: "Den Bedürfnissen und der Sicherheit von Frauen im öffentlichen Verkehr muß mehr Beachtung geschenkt werden."

Wien (OTS) "Anspruchsvolles Design und komfortable, mit Kopfstützen und Fußrastern ausgestattete Sitze" in S-Bahngarnituren seien nicht das, was sie unter "frauenfreundlicher" Gestaltung verstehe, meinte heute Mag. Michaela Hack, Planungssprecherin der Wiener Liberalen, in einer ersten Reaktion auf die Beantwortung einer Anfrage der Wiener Liberalen im Gemeinderat betreffend frauenfreundliche Gestaltung der S-Bahnen.

"Öffentliche Verkehrsmittel müssen verstärkt den Bedürfnissen der Frauen angepaßt werden, und es muß der Sicherheit von Frauen im öffentlichen Verkehr mehr Beachtung geschenkt werden", so Hack. Dementsprechend seien Verbesserungen von Design und Komfort bei S-Bahngarnituren zwar nett, aber im Sinne einer frauengerechten Gestaltung wenig zielführend.

"Frauen bewältigen - abhängig von ihrer persönlichen Lebenssituation - im Durchschnitt kompliziertere und längere Wegeketten als Männer. 52% aller von Frauen zurückgelegten Wege werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen. Doch die Verkehrssituation in Wien wird den Bedürfnissen von Frauen bei weitem nicht immer gerecht", konstatierte die liberale Gemeinderätin.

Nach wie vor hätten Mütter mit Kleinkindern, aber auch ältere oder gehbehinderte Personen Schwierigkeiten bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, weil sie nicht stufenlos einsteigen können. "Wir fordern daher die Umgestaltung von Haltestellen und stufenlose Einstiege in alle öffentlichen Verkehrsmittel", so Hack. Darüberhinaus wünsche sie sich aufklappbare Sitze bei Kinderwagenabstellplätzen sowie Stauraum und Haltegriffe zum Aufhängen von Einkaufstaschen und Gepäck in den Waggons.

Außerdem müsse frauengerechte Gestaltung auch im Hinblick auf die Sicherheit von Frauen im öffentlichen Verkehr stärker beachtet werden. "Lange Wege durch uneinsichtige und ungepflegte S-Bahnstationen sind für Frauen am Abend oder in der Nacht sicher nicht angenehm", so Hack. Die liberale Planungssprecherin forderte daher erneut Videoüberwachung in S-Bahn- und U-Bahnhaltestellen.

Zudem könnte das Sicherheitsgefühl von Frauen bei der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel durch die Ausstattung von S-Bahn- und U-Bahnwaggons mit Gegensprechanlagen wesentlich erhöht werden. Solche Notrufanlagen könnten im ersten und letzten Waggon einer Garnitur nachgerüstet werden, sollten bei Neuanschaffungen aber dem Standard entsprechen. "Fühlt sich eine Frau belästigt, hat sie die Möglichkeit per Knopfdruck den Fahrer oder eine Überwachungsstelle zu kontaktieren", so Hack abschließend.

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