Let it be, Mr. Nitsch!

Yoko Ono dementiert Teilnahme am Nitsch-Spektakel

Wien (OTS) - Der "Offene Brief Brigitte Bardots" in der
Tageszeitung "Der Standard" erwies sich in einem Punkt als unzutreffend. Darin stand zu lesen, daß die Künstlerin und John Lennon-Witwe Yoko Ono am heute beginnenden "Sechstagespiel" des Hermann Nitsch in Prinzendorf teilnehmen würde. Doch Recherchen des Tierhilfswerk Austria (THWA) ergaben das Gegenteil. Demnach sei Yoko Ono schockiert, daß ihr Name mit dem Nitsch-Spektakel in Verbindung gebracht würde.

"Der Standard" publizierte am Freitag, 31. Juli 1998 auf Seite 35 einen Brief der französischen Schauspielerin und Tierschützerin Brigitte Bardot, worin diese sagt: "Sechs Tage lang wird dieser österreichische Caligula (gemeint war Hermann Nitsch), gemeinsam mit 2000 Adepten, darunter David Bowie und Yoko Ono, eine Orgie inszenieren, bei der im Namen der Kunst Stiere und Schweine geopfert, aufgeschlitzt und ausgeweidet werden!"

Mag. Alexander Willer, Kampagnenleiter des THWA: "Nach dieser Meldung begann ich zu recherchieren und wurde im Internet fündig. Marsha Ewing betreut eine Website namens "Instant Karma! The John and Yoko Magazine". Ein e-mail an Marsha brachte den wahren Sachverhalt ans Licht. Brian Hendl, ehemaliger Verleger von Yoko Ono und enger Freund, meldete sich zu Wort."

Brian Hendl: "I have spoken with Yoko about ... that disturbing art projekt involving animal slaughtering by Hermann Nitsch ... Yoko was shocked to hear that her name was being linked to the artist ... She wanted everyone to know that she would never support a show that demonstrated violence to animals, and she is very curious about how her name got mentioned in relation to the 'performance'"

Demnach wäre Yoko Ono schockiert, daß ihr Name mit diesem derart verstörenden Kunstprojekt Hermann Nitschs in Zusammenhang gebracht wird, bei dem Tiere geschlachtet werden. Sie möchte, daß jedermann wisse, daß sie niemals eine Show unterstützen würde, worin Gewalt gegenüber Tieren angewendet wird.

Demnach kann man Hermann Nitsch nur mehr einen alten Beatles-Song als Rat geben: "Let it be!", meint Mag. Willer.

Und THWA-Präsident Christian Janatsch: "'Ente' gut, alles gut! Selbst Künstler beginnen sich von Nitsch zu distanzieren."

Quelle: Instant Karma! The John and Yoko Magazine by Marsha Ewing unter http://www.instantkarma/com oder e-mail: mewing@up.net

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Tel.: +43(0)2243/22 964

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