Binder + Co. AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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Halbjahresbericht

Während die Betriebsleitung der Binder+Co Gruppe im 1. Halbjahr 1998 mit 438 Mio. ATS den Vorjahreswert um 11 % übertrifft, lag der Umsatz der Gruppe mit 356 Mio. ATS um 12 % unter dem entsprechenden Wert von 1997 (405 Mio. ATS). Maßgebend für diese Entwicklung war die Verschiebung der Fakturierung eines Großauftrages in der Sparte Aufbereitungstechnik.

Bedingt durch die Zunahme von Großaufträgen mit geringeren Deckungsbeiträgen sowie die Bildung von Risikovorsorgen ergab sich ein Halbjahresfehlbetrag von 29 Mio. ATS, der um 8 Mio. ATS über dem Vorjahreswert (minus 21 Mio. ATS) liegt. Für die Entwicklung des Jahresergebnisses ist jedoch infolge der im Maschinen- und Anlagenbau branchenüblichen Abrechnungsmodalitäten in erster Linie das letzte Jahresdrittel relevant.

Entwicklung der Sparten

Für die Umwelttechnik der Binder+Co AG stand das 1. Halbjahr 1998 ganz im Zeichen der Markteinführung der neuen Altglasaufbereitungsanlage "Clarity". Auf einer internationalen Recyclingfachmesse wurde diese völlig neue Tech- nologie, mit der das Unternehmen seine Führungsposition im Bereich Altglas- recycling neuerlich beweist, der Weltöffentlichkeit präsentiert. Aus Deutsch-land war in dieser Sparte im Berichtszeitraum ein Auftrag zum Umbau einer bestehenden Glasaufbereitungsanlage zu verbuchen.

Im Bereich Trocknungstechnik ging im Berichtszeitraum aus Deutschland ein Großauftrag im Wert von 18 Mio. ATS über die Lieferung einer Trocknungs- und Aufbereitungsanlage für gebrochenen Kalkstein an die Firma Readymix ein.

Die Sparte Sand- und Mörtelanlagen erhielt einen beachtlichen Auftrag aus Kroatien, wo die Binder+Co AG gemeinsam mit einem Partner ein Fertigmörtelwerk errichten wird. Auf Binder entfällt dabei ein Auftragsvolumen von rund 40 Mio. ATS.

Für die Siebtechnik ging unter anderem ein Auftrag für zwei Kreisschwingsiebe und eine bivi-TEC Spezialsiebmaschine zur Kalksteinaufbereitung aus Deutschland ein. An die Voest Alpine Stahl Linz GmbH wurde im April eine kufenmobile bivi-TEC Siebanlage für Eisenhüttenschlacken und verschiedene wiederverwertbare Materialien geliefert.

Im Bereich Kies- und Bauschuttanlagen hat die Binder+Co AG ihre Vertriebs- aktivitäten in Deutschland intensiviert. Eine Anlage zur Aufbereitung von Edelsplitt konnte hier bereits betriebsbereit übergeben werden, ein Auftrag über eine Naßaufbereitungsanlage für Sand und Kies befindet sich gerade in Realisierung.

Ebenfalls im Berichtszeitraum erhielt Binder einige Aufträge für Aus- und Um- bauten an bereits bestehenden Anlagen. Die Sparte Verpackungstechnik konnte einen erfreulichen Nachfolgeauftrag aus Indien akquirieren: Zusätzlich zu den im Dezember 1997 bestellten acht Verpackungslinien sollen in Haldia vier weitere komplette Einheiten mit einem Auftragswert von insgesamt 24 Mio. ATS errichtet werden. Auch in Südafrika konnte die Sparte nach dem im vergangenen Jahr gelungenen Markteinstieg mit einem Auftrag für zwei Linien von Offensack- verpackungsautomaten an den Vorjahreserfolg anknüpfen.

Anfang Mai erhielt der Bereich Fördertechnik den Auftrag, eine neue Hochofen- beschickung für die Firma SSAB in Lulea, Schweden, zu errichten. Mit einem Auftragswert von 120 Mio. ATS zählt diese Förderanlage zu den größten Projekten der Binder+Co AG in den letzten Jahren.

Der Maschinenbau Linz entwickelte sich aufgrund der guten Auftragslage sowohl in der Komponentenfertigung als auch im Fahrzeugbau sehr positiv und konnte seinen Umsatz um 22 % auf 109 Mio. ATS steigern (1. Halbjahr 1997: 90 Mio. ATS).

Die ÖSWAG Werft Linz GmbH erhielt im Berichtszeitraum - bei einer generell belebten Investitionsneigung der Donauschiffahrt - den Auftrag zum Umbau eines Tankschiffes der DDSG in eine schwimmende Tankstelle (Treibstoffbunkerstation). Die konsequente Ausrichtung auf das Reparatur- und Umbaugeschäft bildet die Basis für das nunmehr positive Halbjahresergebnis der Werft, das mit 1,2 Mio. ATS klar über dem Vorjahreswert (-1,9 Mio. ATS) liegt.

Auftragseingang

Der Auftragseingang der Binder+Co Gruppe liegt im 1. Halbjahr 1998 mit 473 Mio. ATS um 7 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert (443 Mio. ATS). Insbesondere der Standort Linz verzeichnete - bedingt durch Großkunden in Linz und Süd- deutschland - eine überproportional hohe Zunahme der Auftragseingänge. Insgesamt konnte die Binder+Co Gruppe damit ihren Auftragstand um 68 % auf 587 Mio. ATS ausbauen.

Ausblick

Die Binder+Co Gruppe wird 1998 den Umsatz des Vorjahres deutlich übertreffen. Die Entwicklung des Jahresergebnisses hängt überwiegend von der erfolgreichen Realisierung der neu akquirierten Projekte im 2. Halbjahr ab und wird aus heutiger Sicht voraussichtlich über dem Ergebnis des Vorjahres liegen. Auch die Ausschüttung einer Dividende wird von der Entwicklung im 2. Halbjahr bestimmt.

Entwicklung 1. Halbjahr 96 1. Halbjahr 97 1. Halbjahr 98 __________________________________________________________________ Umsatzerlöse
(in Mio. ATS) 295 405 356 Beschäftigte (per 30.6) 639 610 598 Sachinvestitionen
(in Mio. ATS) 5,5 17,6 8,7 Halbjahresfehlbetrag
(in Mio. ATS) -29,4 -21,7 -29,6

Umsatzerlöse
nach Sparten 1. Halbjahr 96 1. Halbjahr 97 1. Halbjahr 98 (in Mio. ATS) _________________________________________________________________ Maschinen- und
Anlagenbau 174 245 186 Gleisdorf Maschinenbau
Linz 77 90 110
ÖSWAG Werft Linz GmbH 44 70 60 _________________________________________________________________ Binder+Co Gruppe 295 405 356 ______________________________________________________________ Exportanteil 51 % 57 % 59 %

Ende der Mitteilung ------------------------------------------------------------------- Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

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