Krammer: Tierleid bei den illegalen Schlachtviehtransporten aus der EU muß ein Ende haben

Durch Inkrafttreten des Schengen-Abkommens sind Kontrollen kaum mehr möglich

St. Pölten, (SPI) - "So positiv das vor wenigen Wochen in Kraft getretene Schengen-Abkommen für dien Reiseverkehr ist, so negativ zeigen sich die Auswirkungen auf die Tiertransporte von und nach bzw. durch Österreich. Während in Österreich seit dem 1. Jänner 1995 eine maximale Transportdauer von 6 Stunden (oder 260 Autobahnkilometer) erlaubt ist, sind EU-weit 29 Stunden (inkl. einer Pause) bzw. für Pferde und Schweine 24 Stunden erlaubt. Die zweifellos notwendigen Kontrollen sind jedoch aufgrund der Grenzöffnung und dem Wegfall der Grenzabfertigung nur mehr stichprobenweise auf den Autobahnen und Straßen im österreichischen "Hinterland" möglich", kritisiert die sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Christine Krammer.****

Die EU-Subventionspolitik, die solche Transporte erst gewinnbringend macht, ist dringend zu überdenken. Es darf nicht sein, daß mit dem unsäglichen Leid der Tiere noch maßgebliche Gewinne erwirtschaftet werden, obwohl die Schlachtung auch in Europa und damit weitaus weniger brutal für die Tiere in den Zuchtländern durchgeführt werden kann. Österreich sollte hier in seiner Zeit des EU-Vorsitzes die Initiative ergreifen und im Sinne der Tiere, die noch immer unter unsäglichen Qualen quer durch Europa gekarrt werden, eine Lösung erreichen.

"Auch darf hier grundsätzlich angemerkt werden, daß den vielen Tierschutz-Aktivisten, die sich immer wieder in besonderem persönlichen Einsatz gegen diese Transporte stellen und Mißbräuche aufdecken, besonderer Dank und Anerkennung gebührt. Diesen Tierschutzorganisationen ist es zu verdanken, daß das Problembewußtsein in der Bevölkerung gewachsen ist und auch auf europäischer Ebene den Mißständen eine gewisse Aufmerksamkeit gewidmet wird. Deshalb dürfen all jene, die an einem wirkungsvollen Tierschutz interessiert sind, in der Sache Tiertransporte keinesfalls zurücktreten - vielmehr ist weiter ein wirkungsvolles "Auftreten" erforderlich", so Abg. Krammer abschließend.
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