Fleischwarenindustrie fordert rasche Aufklärung

Interventions-Rindfleisch von 1996 ging überwiegend ans Ausland - keine Verbindung zu gegenwärtigen Produkten

Wien (PWK) - "Das in der von Konsumentschutz-Ministerin Prammer angesprochene, angeblich hormonell belastete Rindfleisch wurde von italienischen Abnehmern gekauft; Hormonfleisch wurde bei österreichischen Verarbeitungsbetrieben nicht festgestellt. Es handelt sich bei dem besagten Fleisch vielmehr um aufgekauftes Interventions-Rindfleisch, das zu Zeiten der BSE-Krise 1996 in Lagerhallen von der Marktordnungsstelle Agrarmarkt Austria (AMA) gesammelt und tiefgekühlt bis jetzt aufbewahrt wird. Das Interventionsfleisch wurde von der AMA praktisch ausschließlich ins Ausland verkauft", gibt der Obmann des Verbandes der österreichischen Fleischwarenindustrie, Ernest Pollak, bekannt. ****

Vorwürfe und Warnhinweise von Bundesministerin Prammer an die Konsumenten, sich beim Kauf von Rindfleischprodukten (Wurst etc.) in den nächsten Tagen "zurückzuhalten", seien unangemessen, da die österreichischen Untersuchungsergebnisse noch ausstehen und eine Verbindung zu gegenwärtig am Markt befindlichen Verarbeitungsprodukten nicht bewiesen ist. Solche Vorwürfe seien unverantwortlich den Konsumenten und der Wirtschaft gegenüber, besonders dann, wenn sie nicht belegt werden können.

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Dr. Reinhard Kainz

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