Verschuldensfrage für Zugsunglück in Oberösterreich bleibt offen

Wien (OTS) - Die beim Zugsunglück im Bahnhof Neuhofen an der Krems beschädigte Lokomotive des Güterzuges wird am nachmittag in eine Werkstätte der ÖBB geschleußt. Nur dort können die Daten des "Fahrtenschreibers" elektronisch "abgesaugt" und in der Folge ausgewertet werden.

Erst nach der Auswertung dieses "Fahrtenschreibers" durch die ÖBB-Untersuchungskommission können definitive Aussagen zur Verschuldensfrage gemacht werden. Alle anderen Aussagen müssen in den Bereich der spekulativen Vermutung verwiesen werden. Mit Ergebnissen der Untersuchungskommission betreffend Verschuldensfrage ist nicht vor Montag zu rechnen.

Der "Fahrtenschreiber" zeichnet u.a. zwei Paramater, die Geschwindigkeit des Triebfahrzeuges und den Stand der Zugsbeeinflussung auf. Zur Erklärung: die Induktive Zugsbeeinflussung (INDUSI) überwacht grundsätzlich bei allen Signalen im Gleisbereich ob der Triebfahrzeugführer Signale und Geschwindigkeitsbeschränkungen beachtet und leitet - wenn notwendig - eine Zwangsbremsung ein.

Der Schienenersatzverkehr bleibt voraussichtlich bis morgen 0900 Uhr aufrecht. Bis zu diesem Zeitpunkt muß weiterhin mit Verspätungen auf dieser Strecke gerechnet werden.

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