Vor 60 Jahren begann Aussiedlung in Allentsteig

Gedenkakt in der Pfarrkirche Franzen

St.Pölten (NLK) - Am 8. August jährt sich zum 60. Mal ein Ereignis, das im Waldviertel tiefgreifende Spuren hinterlassen hat:
Ab 1938 errichtete die Deutsche Wehrmacht den "Reichsschießplatz Döllersheim", der später von der russischen Besatzungsarmee und seit deren Abzug als "Truppenübungsplatz Allentsteig" vom Österreichischen Bundesheer benutzt wird. Es handelt sich um eine Fläche von 190 Quadratkilometern. Einst gab es 42 Ortschaften und Streusiedlungen, die von mehr als 7.000 Menschen bewohnt wurden. Sie wurden nach und nach ausgesiedelt, erhielten zum kleinsten Teil ersatzweise Aussiedlerhöfe und "zum Andenken" die Dokumentation "Unsere Heimat". Bereits am 8. August 1938 fand das erste Scharfschießen statt.

Zum Gedenken an die Aussiedlung findet am Samstag, 8. August, um 14 Uhr in der Pfarrkirche von Franzen (südlich des Truppenübungsplatzes) ein Gottesdienst statt, der vom Abt des Stiftes Geras, DDr. Joachim Angerer, gehalten wird. Anschließend findet am Dorfplatz ein Gedenkakt statt. Ehemalige Aussiedler und andere Waldviertler werden zur Vergangenheit, zur Gegenwart und zur Zukunft des Waldviertels sprechen.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2174Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK