2. Ostregionenkonferenz in Hof/Bayern

St.Pölten (NLK) - Am 24. und 25. Juli fand in Fortsetzung der Grazer Konferenz Anfang 1998 im Bayerischen Hof die 2. Konferenz der EU-Ostregionen statt. In Graz haben die an der östlichen Außengrenze der EU liegenden Regionen erstmals ihre Interessen im Hinblick auf die Erweiterung der Gemeinschaft um die mittel- und osteuropäischen Länder (MOEL) formuliert. Die Regionsvertreter haben einen Katalog mit gemeinsamen Problembereichen erarbeitet und Maßnahmen angedacht, die der besonderen Situation der Grenzregionen vor allem in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Landwirtschaft, Verkehr und Innere Sicherheit Rechnung tragen könnten.

Die Erweiterung wurde wegen ihrer Bedeutung für nachhaltigen Frieden und Sicherheit in Europa und den mit ihr einhergehenden wirtschaftlichen und kulturellen Impulsen von den Ostregionen der EU begrüßt. Außerdem wurde die in Graz erarbeitete Resolution den Europäischen Institutionen und den Regierungen jener EU-Mitgliedsstaaten, die eine gemeinsame Grenze mit den Beitrittswerbern aufweisen, übermittelt. In Österreich wurde in der Folge das "Integrierte Maßnahmenpaket zur Begleitung der EU-Erweiterung" erarbeitet.

Die 2. Ostregionenkonferenz in Hof hatte nicht nur die Festigung der Beziehungen der östlichen Grenzregionen der EU zum Ziel, sondern auch die Weiterentwicklung der Grazer Resolution. Im "Hofer 20-Punkte-Katalog zur EU-Erweiterung" finden sich die österreichischen Interessen weitgehend wieder.

Neu war, daß auch Vetreter der Beitrittskandidaten anwesend waren und die Botschafter von Slowenien, Tschechien und Ungarn sowie der Gesandte von Polen die Sicht ihrer Staaten, die Befürchtungen ihrer Bevölkerung, aber vor allem deren Hoffnungen und Anstrengungen, den Transformationsprozeß erfolgreich zu bewältigen, darlegten.

Die österreichische Delegation wurde von Landeshauptfrau Waltraud Klasnic geleitet. Niederösterreich wurde von Dr. Elisabeth Heinzel-Schiel vertreten, die besonders betonte, daß einerseits die Grenzregionen gestärkt und andererseits die grenzüberschreitenden Verbindungen verbessert werden müssen. Denn nur so kann sichergestellt werden, daß in den Grenzregionen die mit der Erweiterung einhergehenden Chancen auch genützt und in Erfolge umgemünzt werden können.

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