AMS zieht sich aus Behinderten-Förderung zurück:

500 Arbeitsplätze in Niederösterreich in Gefahr

St.Pölten (NLK) - Das Arbeitsmarktservice Niederösterreich (AMS NÖ) plant, die Förderung der geschützen Arbeitsplätze in Niederösterreich einzustellen oder zumindest einzuschränken. Nun sind 500 geschützte Arbeitsplätze in Gefahr. "Da diese Menschen am Arbeitsmarkt kaum Chancen haben, werden und können wir diese Entwicklung nicht akzeptieren", betont dazu Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. In Niederösterreich sind derzeit 1.800 Behinderte auf geschützten Arbeitsplätzen tätig. Für sie zahlt das AMS NÖ, das Bundessozialamt und das Land Niederösterreich Lohnkostenzuschüsse. Im Zuge der Sparmaßnahmen will das AMS auch die sogenannte "Minderertragsbeihilfe" einstellen. Das trifft 250 behinderte Menschen in den geschützten Werkstätten St.Pölten und Wiener Neustadt sowie 250 weitere behinderte Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft. "Das Land Niederösterreich gibt derzeit zur Förderung der Personalkosten dieser 1.800 Menschen 73 Millionen Schilling aus. Wir sind nicht in der Lage, für jene 500 Personen, für die das AMS NÖ keine Förderung mehr bezahlt, weitere 22 Millionen Schilling aufzubringen", erläutert Prokop. Sie hofft daher, daß das Bundessozialamt diese Mehrkosten übernimmt.

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