"AK-Dirnberger fordert Übergangskriterien statt Übergangsfristen für EU-Osterweiterung"

Wien (OTS) - Die EU-Osterweiterung wird zu einem Problem, wenn,
wie prognostiziert, dann bis zu 200.000 Menschen nach Österreich kommen würden. Deshalb dürfen die Arbeitsmärkte erst geöffnet werden, wenn diese Beitrittsstaaten wenigstens annähernd das wirtschaftliche Niveau, wie es in der EU herrscht, haben", fordert heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB).

Von einem solchen Hereinströmen billiger Arbeitskräfte wäre in erster Linie die Ostregion Österreichs betroffen, warnt Dirnberger. Das Lohngefälle zwischen Beitrittswerbern und Österreich ist ein großer Anreiz für Unternehmer diese Arbeitnehmer, viele davon als Tagespendler, zu beschäftigen. Das würde dann massiven Druck auf das gesamte Lohnniveau in Österreich ausüben. "Vielen Neoliberalen in der EU ist das gar nicht so unangenehm. Streben sie doch eine größtmögliche Flexibilisierung der Arbeitnehmer bei gleichzeitigem Senken der Löhne an. Diesen neoliberalen Bestrebungen ist eine klare Absage zu erteilen", stellt der AK-Vizepräsident fest. Dem könne, so Dirnberger, am besten begegnet werden, wenn für die Beitrittswerber Übergangskriterien gelten und nicht bloß Fristen, denn diese können vergehen, ohne daß sich etwas ändert.

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AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger

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