Für Kartellverfahren in Wien

Generalsekretär-Stellvertreter Gründler: Gemeinsamer Antrag der Sozialparnter

Wien (PWK) - "Wir wollen das Kartellverfahren anläßlich des geplanten Aufkaufs von Meinl durch Rewe, das bei der EG-Kommission in Brüssel angemeldet werden muß, nach Wien holen," erklärte Generalsekretär-Stellvertreter Dr. Manfred Gründler namens der WKÖ und kündigte einen gemeinsamen Antrag der Sozialpartner an. ****

Arbeiterkammer, Landwirtschaftskammer und Wirtschaftskammer wollen ihre Parteienstellung beim heimischen Kartellgericht nützen und jedenfalls beantragen, daß der Fall Rewe von der EG-Kartellbehörde in Brüssel nach Wien zurückverwiesen wird. "Wir räumen uns gute Chancen ein, da von dieser Konzentration primär der österreichische Markt und nicht der gesamte EU-Binnenmarkt betroffen ist." Es bestehe die Gefahr, daß Österreichs Handel, die Konsumenten und die bisherigen Lieferanten unter diesem geplanten Zusammenschluß leiden. Kleine und mittlere Betriebe würden aufgrund der neuen Marktmacht unter einen ruinösen Wettbewerbsdruck geraten. "Eine der Aufgaben der Wirtschaftskammer Österreich ist es, für funktionierenden Wettbewerb zu sorgen und Monopolisierungs-Tendenzen zu verhindern. Aufgabe des österreichischen Kartellgerichtes wäre es daher, zu prüfen, ob dadurch eine Marktmacht entsteht, die den Wettbewerb wesentlich beeinträchtigt. In diesem Fall wäre die Übernahme der Julius Meinl AG durch Rewe zu untersagen beziehungsweise mit Auflagen zu versehen, die diese Wettbewerbsbeeinträchtigung verhindern," sagte Generalsekretär-Stellvertreter Dr. Manfred Gründer.
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