Mikl-Leitner: Weiter Wirbel um F-Finanzen

"Seltsame Gebarung" in Parteikassa

Niederösterreich, 29.7.1998(NÖI) Als bezeichnend für das Sittenbild der Freiheitlichen bezeichnete VP-Landesgeschäftsführerin Mag. Johanna Mikl-Leitner die Vorgänge bei den Freiheitlichen in den Bezirken Melk und
Neunkirchen.****

In Melk mußte der Stadtparteitag annulliert werden, weil es offensichtlich Ungereimtheiten bei der Parteikassa gab. So
spricht selbst FP-Abgeordneter Mayerhofer "von einer
schlampigen Gebarung" (NÖN, 29.7.'98). In Fischamend war bekanntlich zuletzt F-Abgeordneter Ram ins Kreuzfeuer der
Kritik geraten. In einem Brief wurde ihm eine unzweckmäßige Verwendung von Steuergeld vorgeworfen.

Im Bezirk Neunkirchen wurde jetzt ein FP-Stadtrat sogar der
Lüge überführt. Er behauptete zunächst eine Anstellung in Wien zu haben, in Wahrheit bezieht er eine
Berufsunfähigkeitspension. Damit er diese nicht verliert, verheimlichte er gleichzeitig gegenüber dem Bundessozialamt
seine Funktion als Neunkirchner Stadtrat.

"Die FPÖ hat aus ihrem Finanz-Skandal rund um Gratzer und Rosenstingl rein gar nichts gelernt. Schimaneks Beteuerungen
von einer gläsernen Partei sind angesichts dieser neuerlichen Vorfälle eine reine Farce. Die Menschen in diesem Land lassen
sich doch nicht für dumm verkaufen. Derartige unseriöse
Praktiken schaden dem Ansehen des Landes und dem Ansehen der Politik", so Mikl-Leitner.

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