Deutsche Telekom AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

Bonn (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

Vorläufige Eckdaten für das 1. Halbjahr 1998 (1.1.1998 bis 30.06.1998)

Umsatz- und Ergebnissteigerung bei weiterer Verstärkung der Wettbewerbsintensität

Keine Kabel-TV Risikovorsorge zum Halbjahr

Ungebrochenes Wachstum bei ISDN, T-Online und im Mobiltelefon Geschäft

Die Deutsche Telekom AG gibt hiermit eine vorläufige Indikation für die Resultate des Konzerns im ersten Halbjahr 1998 bekannt. Die Deutsche Telekom betont, daß es sich um erste Ergebnisse auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes handelt. Gegenüber der Publikation der endgültigen Halbjahreszahlen am 27.08.1998 können sich Abweichungen ergeben.

Umsatz und Ergebnis

in Mrd. DM 1. Hj.'98 1. Hj.'97 Veränd. 2.Q.'98 2.Q.97 Veränd. 1997
Umsatz 34,4 32,9 + 5 % 17,1 16,6 + 3 %

67,6
Konzernübersch. 1,95 1,65 +18 % 0,95 0,8 +19 %

3,3

Für das erste Halbjahr 1998 ergibt sich insgesamt ein Umsatzanstieg um rund 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 34,4 Mrd. DM. Im 2. Quartal 1998 konnte der Umsatz um 0,5 Mrd. DM auf 17,1 Mrd. DM gegenüber dem 2. Quartal 1997 gesteigert werden. Dies bedeutet eine Steigerung um rund 3%, die damit nur halb so hoch wie im 1. Quartal 1998 ausfällt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß zum 01.03.1998 die Tarife um durchschnittlich rund 4,5% abgesenkt wurden. Die Deutsche Telekom hat damit trotz weiter zunehmenden Wettbewerbs am Wachstum des deutschen Telekommunikationsmarktes teilgenommen.

Für das 1. Halbjahr 1998 ergibt sich ein Konzernüberschuß von rund 1,95 Mrd. DM; dies entspricht einer Steigerung um rund ein Fünftel gegenüber dem 1. Halbjahr 1997. Das negative Beteiligungsergebnis von rund 0,5 Mrd. DM beinhaltet notwendige Risikovorsorgen, woran das Andauern der Asienkrise einen großen Anteil hat. Der Konzernüberschuß lag im 2. Quartal 1998 bei 0,95 Mrd. DM nach 1,0 Mrd. DM im 1. Quartal 1998.

Keine Kabel-TV Risikovorsorge zum Halbjahr

Das Kabel bietet nunmehr die technische Möglichkeit, bis zu 123 digitale Programme zu empfangen. Voraussichtlich ab Herbst werden weitere Fremdsprachenprogramme in das Kabel eingespeist, die die Programmvielfalt und Attraktivität des Kabel-TVs steigern. Das Kabelgeschäft wird nicht nur ausgegliedert, sondern auch für Partner und mehrheitliche Beteiligungen geöffnet.

Die Deutsche Telekom geht davon aus, daß auf der Grundlage dieser Situation die Regulierungsbehörde in eine erneute Prüfung des Sachverhaltes eintreten wird. Die Deutsche Telekom wird hierzu neue Unterlagen vorlegen.

Der Bescheid der Regulierungsbehörde vom 30.04.98 sieht vor, daß von der Anordnung zur Rücknahme von zwei Dritteln der Preiserhöhung zum 01.01.1999 abgesehen werden kann, wenn neue Ereignisse eintreten.

Die Deutsche Telekom wird daher zum Halbjahr keine unmittelbar ergebniswirksame Risikovorsorge für das Kabel-TV-Geschäft vornehmen.

Personal und Finanzverbindlichkeiten

30.6.'98 Veränd. 31.3.'98 Veränd. 31.12.'97 Personal 186.500 -4.500 188.200 - 2.800 191.000 (ohne Matav)

Finanzverbindlichkeiten 84,7 -1,7 85,0 - 1,4

86,4 in Mrd. DM (ohne Matav)

Zum 30.06.1998 wurde die Zahl der Beschäftigten im Konzern (ohne Matav) um 4.500 Mitarbeiter gesenkt. Der Personalaufwand konnte nicht im gleichen Umfang reduziert werden.

Die Rückführung der Finanzverbindlichkeiten erfolgt planmäßig aufgrund der Tilgungsstruktur überwiegend im zweiten Halbjahr1998. Gegenüber dem Jahresende 1997 verringerten sich die Finanzverbindlichkeiten (ohne Matav) um 1,7 Mrd. DM.

Zur gezielten Verbesserung der Finanzstruktur und zur frühzeitigen Positionierung am Anleihenmarkt hat die Deutsche Telekom im Mai erstmalig eine "Benchmark- Anleihe" mit einem Volumen von 2,0 Mrd. DM und einem Kupon von 5,25% p.a. aufgelegt. Diese Anleihe ist positiv am Markt aufgenommen worden. Sie erhöhte die liquiden Mittel und verminderte den Abbau der Finanzverbindlichkeiten im 2. Quartal 1998 entsprechend. An dem zum Börsengang genannten Ziel zur Reduktion der Finanzverbindlichkeiten ändert sich hierdurch nichts. Im Gesamtkonzern ergeben sich (mit Matav) Finanzverbindlichkeiten von 86,1 Mrd. DM zum 30.06.1998.

Kundenentwicklung in ausgewählten Diensten

in Mio. 30.06.'98 Veränd. 31.03.'98 Veränd. 31.12.'97

Telefonanschlüsse 45,7 + 1,1 % 45,4 + 0,5 % 45,2 (mit ISDN-Kanälen)

davon: ISDN-Kanäle 8,7 + 19 % 8,0 +10 % 7,3

T-Online Kunden 2,3 + 21 % 2,1 +11 % 1,9

Mobiltelefonkunden 4,6 + 21 % 4,1 + 8 % 3,8 (T-D1 und C-Tel) Paging
und sonst. 0,9 - 19 % 1,0 - 10 % 1,1 Mobilfunkkunden

Kabelanschlüsse 17,5 + 1,2% 17,4 + 1 % 17,3

Weiterhin ungebrochen stellt sich der Wachstumstrend bei ISDN, T-Online und Mobiltelefon-Geschäft dar. Bei ISDN erscheint vor allem bei den Privathaushalten eine noch wesentlich höhere Penetration in der Zukunft erreichbar.

Microsoft hat bei der Aufgabe seines deutschsprachigen Dienstes "MSN" seinen Kunden den Wechsel zu T Online empfohlen. Die Gründe dafür waren die hohe Qualität des T Online-Angebotes und der schnelle Netzzugang.

Im Mobiltelefon Geschäft lassen die Einführung eines Lokaltarifs sowie eine wesentliche Senkung bei den Geschäftskundentarifen ab 31.08.1998 eine zusätzliche Dynamik beim Neukundenzuwachs für T-D1 im zweiten Halbjahr erwarten. Der Preiswettbewerb wird durch diese Maßnahmen weiter verschärft.

Ende der Mitteilung ------------------------------------------------------------------- Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HER/12