Österreichs Hotellerie erlebt massiven Strukturwandel

Melcher präsentiert Lagebericht und aktuelle Forderungen - Massiver Widerstand gegen Erhöhung der Grundsteuer

Wien (PWK) - Die heimische Hotellerie ist derzeit einem massiven Strukturwandel unterworfen. Unter dem Druck rückläufiger Nächtigungszahlen sind die Investitionen der letzten Jahre weniger in eine Erhöhung von Bettenkapazitäten gegangen als in die Verbesserung der Ausstattung. ****

Die Gesamtinvestition der Hotellerie ist zwischen 1996 und 1997 von 8 auf 10 Milliarden gestiegen. Zur Erhaltung des auf ca 230 Milliarden Schilling geschätzten Zeitwertes bedürfte es allerdings jährlicher Investitionen von mindestens 20 Milliarden Schilling. "Hier klafft also noch eine deutliche Lücke", stellte der Vorsteher des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich, Hans Melcher, Dienstag in einem Pressegespräch zur Lage der österreichischen Hotellerie fest.

Die wirtschaftliche Situation der Hotellerie ist weiterhin angespannt und die Verschuldungslage, so Melcher, durchaus ernst. Verschiedene Versuche, einen Eigenkapitalmarkt für die Hotellerie zu schaffen, sind nur beschränkt geglückt. Trotz der schwierigen Lage ist der Beschäftigtenstand im Gastgewerbe leicht angestiegen, und zwar um 0,5 Prozent oder 802 Personen auf 154.344 Beschäftigte (Februar 1998). Zugenommen haben die offenen Stellen, und zwar um 40 Prozent auf 3.601. Leider ist auch die Zahl der Arbeitslosen gestiegen, und zwar um 5,5 Prozent auf 28.502. Ebenso hat sich die Zahl der ausländischen Beschäftigten (um 1,7 Prozent auf 42.770) erhöht. "Während andere Branchen abgebaut und rationalisiert haben, hat der Tourismus neue Arbeitsplätze geschaffen. Seit 1994 kamen in der Wirntersaison 5.000 neue Arbeitsplätze hinzu", stellte Melcher fest.

Die Hotellerie setzt sich weiterhin für Monatsvignetten sowie für eine kostenlose Fahrt auf der Autobahn bis zur ersten Autobahnabfahrt in Österreich ein. "Die gegen harte Widerstände erreichte 10-Tages-Vignette stellt sicher eine Erleichterung für ausländische Gäste dar", zog Melcher Bilanz. "Leider gibt es zahlreiche Beschwerden, insbesondere aus dem fremdsprachigen Ausland, daß trotz ungenügender Information oft mit aller Härte bestraft wird".

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Dr. Michael Raffling
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