ÖVP-Fuchs will Miet-Startscheck für Jungunternehmer

Mietpreise sind nicht verantwortlich fürs Geschäftesterben

Wien (ÖVP-Klub) Mit einem Miet-Startscheck für Jung-Unternehmer will ÖVP-Wohnbausprecher LAbg. Georg FUCHS dem Geschäftesterben
in Wien entgegenwirken. Der Miet-Startscheck soll die Geschäftsmiete für die ersten sechs Monate abdecken.***

Unterstützung bekommt FUCHS vom Landesinnungsmeister der Hauseigentümer und Hausverwalter KommR. Peter FRIGO, der in
dieser heiklen Frage die gezielte Falschinformation durch die
grüne Rathausfraktion beklagte: "Es ist einfach nicht wahr, daß überhöhte Mieten Ursache für das Geschäftesterben in manchen Grätzeln sind", stellte FRIGO klar. Im Gegenteil: In den vergangenen Jahren hätten sich die Geschäftslokalmieten in mäßiger Lage kontinuierlich nach unten bewegt, erklärte FRIGO
und legt als Beweis den Immobilien-Preisspiegel der Bundesinnung vor.

In den letzten Jahren ist bei den Geschäftslokalmieten folgende Entwicklung zu beobachten (Preise in m²/Monat, ohne Betriebs-, Heiz- und Nebenkosten):

1993: 79 bis 104 ATS
1994: 73 bis 95 ATS
1995: 69 bis 92 ATS
1996: 62 bis 85 ATS
1997: 60 bis 79 ATS
1998: 56 bis 77 ATS

Diese Tabelle würde eindeutig aufzeigen, daß die Probleme leerstehender Geschäfte nichts mit der Höhe der Mieten zu tun hätten, so FRIGO. "Man sollte endlich aufhören so zu tun, als hätten die Hauseigentümer Interesse daran, daß ihre Geschäftslokale leer stehen", empörte sich der Landesinnungsmeister. Gerade in jenen Gegenden, in denen die
Grünen ihre Beispiele für das Geschäftesterben gesucht haben, liegt die Problematik in der speziellen Infrastruktur der betroffenen Straßenzüge, die sich als Verkehrshöllen - siehe Burggasse und Neustiftgasse - mit schmalen Gehsteigen
darstellen. "Daß dort natürlich die Motivation dort einzukaufen nicht besonders groß ist, versteht sich wohl von selbst." Hinzu kommt, daß sich diese Gassen im 7. Bezirk natürlich in unmittelbarer Nähe klassischer Wiener Einkaufsstraßen, wie der Mariahilfer Straße und der Neubaugasse, befinden. Diesen wurde allerdings durch die neue Verkehrsplanung entsprechendes
Augenmerk geschenkt - sie stellen sich im wesentlichen als verkehrsberuhigte Zonen dar.

FRIGO erklärte unmißverständlich, daß man dem Geschäftesterben nur mit infrastrukturellen Maßnahmen entgegen wirken könne. "Der Entschluß eines Unternehmers ein Geschäft zu eröffnen, hängt nun einmal zu einem großen Teil von der zu erwartenden
Kundenfrequenz ab, genauso muß man aber auch zur Kenntnis
nehmen, daß man nicht aus jeder Straße künstlich eine Einkaufsstraße wird machen können."

LAbg. Georg FUCHS schlug abschließend noch eine engere Zusammenarbeit zwischen den diversen wirtschaftsfördernden Einrichtungen und den Hausbesitzern vor. "Hausbesitzer sollten leerstehende Lokale bei einer zentralen Stelle melden können."
Das und die Einführung des Miet-Startschecks für Jung-
Unternehmer könnten, so FUCHS, mit Sicherheit sehr wertvoll für die Wiederbelebung so mancher Straße in Wien sein.****

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Daniel KOSAK (Pressesprecher)
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