Prokop: 500 Arbeitsplätze für behinderte Menschen durch Reduzierung der finanziellen Unterstützung von AMS in Gefahr

Niederösterreich, 28.7.98 (NÖI) "Das Arbeitsmarktservice Niederösterreich plant, seine Förderung der Geschützten Arbeitsplätze in Niederösterreich einzuschränken oder einzustellen. Davon sind in Niederösterreich 500 Personen betroffen. Da diese Menschen am regulären Arbeitsmarkt kaum
Chancen haben, werden und können wir diese Entwicklung nicht akzeptieren", erklärt LH-Stv. Liese Prokop mit Blick auf die aktuelle Situation für behinderte Niederösterreicher am Arbeitsmarkt.****

In Niederösterreich sind zur Zeit 1.800 Behinderte auf Geschützten Arbeitsplätzen tätig. Für diese Personen zahlen das Arbeitsmarktservice, das Bundessozialamt und das Land Niederösterreich Lohnkostenzuschüsse. Im Zuge der notwendigen Sparmaßnahmen des AMS plant dieses auch, die sogenannten "Minderertragsbeihilfe" einzustellen. In Niederösterreich sind davon 250 behinderte Menschen in den Geschützten Werkstätten St. Pölten und Wiener Neustadt und 250 weitere in anderen Betrieben
der freien Wirtschaft betroffen.

"Das Land Niederösterreich gibt derzeit zur Förderung der Personalkosten dieser 1.800 Personen 73 Millionen Schilling aus.
Wir sind nicht in der Lage, für jene 500 Personen, für die das Arbeitsmarktservice keine Förderung mehr bezahlt, weitere 22 Millionen aufzubringen", erwartet Prokop, daß das Bundessozialamt diese Mehrkosten übernimmt.
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