Berentzen-Gruppe AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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Teil 1

Berentzen-Gruppe AG: Zwischenbericht Januar bis Juni 1998

Absatz und Umsatz im zweiten Quartal gesteigert

Stabiles Stammgeschäft - Positives Ergebnis erzielt

Haselünne, 27. Juli 1998. Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Haselünne, hat erstmals seit drei Quartalen Absatz und Umsatz wieder gegenüber dem Vorquartal gesteigert. Der Absatz von Spirituosen legte von April bis Juni im Vergleich zum ersten Quartal um 13 Prozent zu, alkoholfreie Getränke wuchsen um 23 Prozent. Der Umsatz stieg gegenüber den ersten drei Monaten um 9 Prozent. Insgesamt erzielte die Berentzen-Gruppe in den ersten sechs Monaten 1998 einen Umsatz ohne Branntweinsteuer von 197 Millionen DM (1997: 242 Mio DM plus 21 Mio DM Getränkefachgroßhandel, der im November 1997 veräußert wurde). Inklusive Branntweinsteuer wurden 450 Millionen DM (1997: 548 Mio DM) erlöst. Das Ergebnis nach Steuern betrug 3 Millionen DM (1997: 6 Mio DM).

Der mit Spirituosen erzielte Umsatz erreichte zwischen Januar und Juni 1998 161 Millionen DM (1997: 207 Mio DM), alkoholfreie Getränke trugen 36 Millionen DM zum Umsatz ohne Branntweinsteuer bei (1997: 35 Mio DM exklusive 21 Mio DM Getränkefachgroßhandel). Der Absatz von Spirituosen lag bei 55 Millionen Flaschen (1997: 63 Mio Flaschen), an alkoholfreien Getränken wurden 598.000 Hektoliter abgesetzt (1997:
610.000 hl + 121.000 hl Getränkefachgroßhandel). Sowohl bei Spirituosen als auch bei alkoholfreien Getränken hat der Absatz im zweiten Quartal angezogen. Bei Spirituosen kam vor allem das Geschäft mit Markenspirituosen besser in Schwung, während Handels- und Zweitmarken gegenüber dem ersten Quartal nur leicht zulegen konnten. Im Geschäftsfeld Alkoholfreie Getränke trug der Distributionsaufbau in den neuen Bundesländern zur positiven Entwicklung bei.

Klare Spirituosen im Aufwind

In einem weiter rückläufigen Spirituosenmarkt setzte die Berentzen-Gruppe im ersten Halbjahr 28,5 Millionen 0,7 l-Flaschen Markenspirituosen ab (1997: 32,7 Mio Flaschen) und 26,5 Millionen 0,7 l-Flaschen Handels- und Zweitmarken (1997: 30,3 Mio Flaschen). Der mit Markenspirituosen erzielte Umsatz ohne Branntweinsteuer erreichte 115 Millionen DM (1997: 153 Mio DM). Mit Handels- und Zweitmarken wurden 45 Millionen DM ohne Branntweinsteuer erlöst(1997:
54 Mio DM).

Der bereits im vergangenen Jahr zu beobachtende aggressive Preiswettbewerb bei den Softspirituosen setzt sich auch 1998 bei rückläufigen Abverkäufen fort. Bei klaren Spirituosen wie Korn und Wodka legen Absatz und Umsatz zu. Auch der Absatzmix der Berentzen-Gruppe hat sich entsprechend verändert: Der Anteil der Softspirituosen am Gesamtabsatz ist rückläufig, während höhergrädige Produkte stärker an Gewicht gewinnen. Dies ist auch die Ursache für den im Verhältnis zum Umsatz gestiegenen Anteil der Branntweinsteuer.

Auslandsgeschäft ausgebaut

Durch die Übernahme des tschechischen Spirituosenimporteurs Eurobrands im Dezember 1997 hat die Berentzen-Gruppe ihr Auslandsgeschäft mit Spirituosen ausgebaut. In den ersten sechs Monaten wurden außerhalb Deutschlands rund 19 Millionen DM erlöst und 7,3 Millionen 0,7 l-Flaschen abgesetzt (1997: 12 Mio DM und 3,8 Mio Flaschen). Damit ist der im Ausland erlöste Anteil am Umsatz ohne Branntweinsteuer auf rund 10 Prozent gestiegen.

Umsatz mit alkoholfreien Getränken gestiegen

Der Umsatz mit alkoholfreien Getränken legte um 3 Prozent zu, obwohl der Absatz von alkoholfreien Getränken um zwei Prozent knapp hinter dem Vorjahr (ohne Getränkefachgroßhandel) zurückblieb. Der trotz der Steigerung um 23 Prozent im zweiten Quartal unter dem Vorjahr liegende Absatz ist eine Folge des ungewöhnlich naßkalten Sommers in Nordostdeutschland, der einen höheren Absatz verhindert hat. Durch eine intensivere Vertriebsarbeit in den neuen Bundesländern konnte der Umsatz in den ersten sechs Monaten vor allem mit PepsiCola-Produkten dennoch gesteigert werden.

Stammgeschäft stabil

Das Stammgeschäft (Umsatz ohne Akquisitionen und neue Produkte) der Berentzen-Gruppe blieb mit 182,5 Millionen DM gegenüber dem Vorjahr stabil

36,2 Millionen DM entstammte der erstmaligen ganzjährigen Konsolidierung der Strothmann Spirituosen und der Brandenburgischen Mineral-Quelle. 1998 stehen Ende 1997 übernommenen Spirituosenimporteur Eurobrands erzielt wurden. Der stark gesunkene Umsatzbeitrag von Innovationen resultiert zum einem aus der im Vergleich zu den Vorjahren geringeren Anzahl neu eingeführter Produkte und zum anderen aus niedrigeren Bestellmengen der Kunden bei Produkteinführungen aufgrund einer weiterhin spürbaren Konsumzurückhaltung der Verbraucher.

Betrieblicher Aufwand gesunken

Umsatz im Vergleich zum Vorjahr stabil, während die Personalaufwandsquote leicht um 1 Prozent zulegte. Absolut sank der betriebliche Aufwand um 63 Millionen DM und lag damit 25 Prozent unter dem Vorjahr. Die Kosten für die Einführung von SAP/R3 trugen mit 1 Million DM zum Betriebsaufwand bei. Die Einführung verläuft wie geplant und wird Mitte 1999 abgeschlossen sein.

Zur Reduzierung des Betriebsaufwands trugen auch die bereits abgeschlossenen Restrukturierungen bei. Die noch laufenden Maßnahmen werden Ende des Jahres weitgehend abgeschlossen sein und ab 1999 zusätzliche Einsparungen in Höhe

kommissionierung und der Displaybau für den gesamten Spirituosenbereich der Berentzen-Gruppe übertragen. Damit verläuft das Restrukturierungsprogramm weiterhin planmäßig. Die durch die Restrukturierungsmaßnahmen 1998 anfallenden Kosten für Sozialpläne und Anlagenverlagerung sind bereits 1997 durch Rückstellungen in Höhe von 7 Millionen DM abgedeckt worden. Im

Rahmenbedingungen weiterhin schwierig - Positives Ergebnis erwartet

Trotz der Belebung bei Absatz und Umsatz im zweiten Quartal sind die Rahmen- bedingungen im Getränkemarkt weiterhin schwierig. Der rückläufige und in Teilen sehr preisaggressive Spirituosenmarkt, die im Inland weiterhin schwache Gesamtjahr keine uneingeschränkte Fortsetzung des positiven Trends des zweiten Quartals erwarten. Aufgrund des planmäßigen Verlaufs der Restrukturierungs- maßnahmen wie auch der durch die laufende Neuausrichtung von Marketing und Vertrieb bereits sichtbaren Erfolge geht der Vorstand der Berentzen-Gruppe

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