LR Bauer: Für ein atomkraftfreies Europa – grenznahe AKW’s bergen viele Gefahrenpotentiale

Gemeinsame Arbeitsgruppe der Anrainerländer ist ein wichtiger Schritt zur besseren Koordinierung der Anti-Atom-Politik Österreichs

St. Pölten, (SPI) – "Die am vergangenen Freitag in Linz beschlossene Einsetzung eines gemeinsamen Arbeitskreises für die Probleme und die Gefahren der grenznahen Atomkraftwerke ist ein wichtiger Schritt zur besseren Koordinierung der Anti-Atom-Politik Österreichs und seiner Bundesländer. Denn nicht nur Mochovce birg ein großes Gefahrenpotential in sich, viele grenznahe Reaktoren und Atommülllagerstätten stellen ein Gefährdungspotential dar", stellt der niederösterreichische Landesrat Dr. Hannes Bauer zum Beschluß der Sicherheitsbeauftragten der Länder Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Burgenland und Wien fest.****

Weiters könnte in einer gemeinsamen Initiative der Länder die noch immer nicht geklärte Frage eines funktionierenden Frühwarnsystems mit Tschechien und der Slowakei schneller und effizienter angegangen werden. Wir benötigen ein funktionierendes Sicherheitskonzept, welches nur in Kooperation aller Betroffenen konzipiert werden kann. Wenn ein Schadensfall auftritt, müssen ohne Verzögerungen die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der niederösterreichischen Bevölkerung ergriffen werden können.

"Mit der Atomkraft wird noch immer mit einer Technologie gearbeitet, die nicht vollständig beherrschbar ist und dies wohl auch für die nächsten Jahrzehnte bleiben wird. Mein Appell gilt den Politikern in unseren Nachbarstaaten, den Menschen und all jenen, die es in der Hand haben, eine Wende in der Atomtechnologie einzuleiten. Nehmen wir die Verantwortung für unsere Kinder und für künftige Generationen beiderseits der Grenze ernst. Österreich kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Wir müssen für ein atomkraftfreies Europa kämpfen und eine Koalition der atomkraftfreien Länder installieren", so Landesrat Bauer abschließend.
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