Grundsatz-Einigung über Realisierung der Restmüllverbrennung

Sobotka: Gegner sollen fachlich unbegründete Dogmen aufgeben

St.Pölten (NLK) - "Wir haben eine grundsätzliche Einigung über die Verwirklichung der Restmüllverbrennung in Niederösterreich erreicht", sagte heute Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka. Es sei nun davon auszugehen, daß im Herbst alle notwendigen Beschlüsse fallen werden. "Die Gegner der Müllverbrennung sollen sich endlich von ihren fachlich unbegründeten Dogmen lösen und sich den Fakten stellen, denn Ziel der NÖ Umweltpolitik kann nur eine ökologisch vernünftige Lösung sein", forderte Sobotka in diesem Zusammenhang.

Im Zuge einer Exkursion in die Schweiz konnten sich Umwelt-Landesrat Mag. Sobotka und Klubobmann Dr. Ernst Strasser, mehrere Landtagsabgeordnete sowie Vertreter der AVN-Geschäftsführung und der BAWU-Geschäftsführung ein Bild über die praktische Umsetzung von Restmüllbehandlungsmethoden und entsprechender Transportlogistik machen. Eine umfassende Machbarkeitsstudie wurde dem Landtag bereits vorgelegt.

"Diese Exkursion hat das Ergebnis der Machbarkeitsstudie, daß die thermische Restmüllbehandlung der ökologisch und ökonomisch richtige Weg ist, bestätigt", faßte Umweltsprecher Rudolf Friewald seine Eindrücke des Besuches der Restmüllsplittinganlage Schaffhausen, der Verbrennungsanlage Weinfelden und der Transportlogistik Frauenfeld zusammen.

Das Splittingverfahren ersetzt nicht die thermische Behandlung, da - um die vorgeschriebenen Grenzwerte zu erreichen - mindestens 60 Prozent des Restmülls einer thermischen Behandlung zugeführt werden müssen. Aufgrund der österreichischen Vorschriften müßte ein noch höherer Anteil der thermischen Restmüllbehandlung zugeführt werden. Beim verbleibenden Rest besteht nach wie vor das Problem mit treibhauswirksamem Deponiegas und schadstoffbelasteten Sickerwässern. Den Restmüll auf diese Art zu behandeln, ist sehr aufwendig und um 25 Prozent teuerer als eine reine Restmüllverbrennung.

Seitens der Verbrennungsanlage Weinfelden ist man aufgrund der Erfahrungen überzeugt, daß die geplante Kapazität in Niederösterreich mit 300.000 Tonnen die wirtschaftlich richtige Entscheidung wäre. Die Vorteile der thermischen Abfallbehandlung sind die Mineralisierung der Reststoffe, die Nutzung der im Restmüll vorhandenen Energie, ein Beitrag zur Reduktion des Treibhauseffektes und die Konzentration und Immobilisierung der Schadstoffe.

Ein durchdachtes Transportsystem ermöglicht eine kostengünstige und umweltfreundliche Manipulation des Restmülls, wird von seiten der Transportlogistik Frauenfeld festgestellt. In diesem Zusammenhang kann auch auf die Aussagen vom Vorstandsdirektor der Rail Cargo Austria, dem Güterverkehr der ÖBB, Mag. Anton Hoser, verwiesen werden. In einem Schreiben hat dieser festgestellt, daß die umweltpolitische Auflage, mindestens 90 Prozent des Restmülls in Niederösterreich per Bahn zur geplanten Anlage zu bringen, problemlos und wirtschaftlich zu erfüllen ist.

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