Schach dem Rowdytum auf der Strasse ! KfV: Vorläufige Halbjahresbilanz 1998 zeigt ermutigende Tendenz - Wichtiger Erfolgsfaktor: 0,5 Promille - Experten fordern auch

Wien (OTS) - Maßnahmen gegen Rowdytum - Mit Punkteführerschein kann Ziel "600 Verkehrstote jährlich" erreicht werden=

"Das erste Halbjahr 1998 zeigt: Die
0,5-Promille-Grenze hat in puncto Verkehrssicherheit Berge versetzt -knapp ein Viertel weniger Verkehrstote auf Österreichs Straßen. Nun ist es an der Zeit, auch die übrigen Sicherheitsreserven auszuschöpfen: Der Punkteführerschein kann helfen, dem Rowdytum im Straßenverkehr Einhalt zu gebieten," so kommentiert Franz Bogner, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit, die ermutigende vorläufige Verkehrsunfallbilanzdes 1. Halbjahres 1998.

Bogner weiter: "Wir müssen uns an jeden Strohhalm klammern, um Menschenleben zu retten - die Regierung ist aufgefordert, nicht bis zu den nächsten Wahlen zu warten, sondern bereits jetzt mit neuen Maßnahmen gegen den Tod auf der Straße Ernst zu machen." Neben intensiver Bewußtseinsbildung zum Thema Anschnallen - 1998 wurde mit der österreichweiten Motivationskampagne "Gurt sei Dank" zum "Jahr des Gurts" erklärt - soll nun, so die KfV-Experten, endlich die Erhöhung der Strafe für Nichtanschnallen von S 300,-- auf S 500,-- realisiert werden. Weiters, unter anderen offenen Maßnahmen, auf der KfV-Wunschliste: "Fahren mit Licht am Tag", volle Sanktionierbarkeit ab 0,5 Promille, regelmäßige medizinische Checks für Kfz-Lenker, eine zweite Ausbildungsphase für Fahranfänger, verstärkte Umwidmung von Strafgeldern in Verkehrsüberwachungspersonal und Nutzung der technischen Reserven wie Telematik, passiver Sicherheitseinrichtungen und Unfall-häufungspunktsanierung.

Für das KfV besteht trotz der positiven Tendenz im Unfallgeschehen kein Grund zum Jubeln: "Verfrühte Euphorie ist fehl am Platz. Nur bei Ausschöpfung aller weiteren Sicherheitspotentiale können wir unser Ziel - 600 Verkehrstote pro Jahr bis zum Jahr 2005 - erreichen," so Bogner abschließend.

Die Unfallbilanz der Woche vom 20. bis 26. Juli 1998: 27 Verkehrstotebei 25 Unfällen gegenüber 19 Getöteten bei 19 Unfällen in der Vergleichswoche 1997. In 14 Fällen war nicht
angepaßte Geschwindigkeit Unfallursache, vier Personen waren nicht angegurtet. Ein Wochenergebnis, das für sich spricht - und ein aktueller Beweis für die Notwendigkeit weiterer Schritte in Sachen Sicherheit.

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