Blochberger eröffnet Bauernmuseum in Groß Schweinbarth

Solidarität für funktionsfähige Gesellschaft unverzichtbar

Niederösterreich, 26.7.98 (NÖI) "Die Geschichte der niederösterreichischen Bauernschaft in den letzten 150 Jahren
lehrt uns, daß politische und wirtschaftliche Erfolge ohne Zusammenarbeit und Solidarität nicht möglich sind. Dies gilt auch für aktuelle Herausforderungen wie die Agenda 2000 oder die Frage der EU-Erweiterung", erklärte heute NÖ-Bauernbundobmann Landesrat Franz Blochberger anläßlich der Eröffnung eines Bauernmuseums in Groß Schweinbarth (Bezirk Gänserndorf).****

Die vom NÖ-Bauernbund initiierte und vom Land Niederösterreich unterstützte Dauerausstellung "Bauernleben im Wandel - Die Landwirtschaft zwischen Grundherrschaft, Staat und Markt. 1848 bis heute" dokumentiert 150 Jahre politische und wirtschaftliche Geschichte der Bauern im Land unter der Enns.

Das Bauernmuseum stelle eine sinnvolle Ergänzung zum NÖ Museum für Volkskultur in Groß Schweinbarth sowie zum Museumsdorf Niedersulz dar, sagte Blochberger. Somit könne das Bauernmuseum auch einen Beitrag dazu leisten, die Museumslandschaft Weinviertel und damit den Fremdenverkehr in dieser Grenzregion weiter zu beleben. Die Darstellung der Geschichte der nö. Landwirtschaft solle, so Blochberger, kein Selbstzweck sein, sondern dazu verleiten, aus historischen Ereignissen die richtigen Schlüsse für die Bewältigung von Gegenwart und Zukunft zu ziehen. Dazu gehöre vor allem die Erkenntnis, daß Werte wie Zusammenarbeit und Solidarität für eine funktionsfähige Gesellschaft unverzichtbar sind.

In diesem Sinne sei auch die aktuelle Frage der Neuordnung der EU-Agrar- und Regionalpolitik im Rahmen der "Agenda 2000" zu behandeln. "Eine befriedigende Lösung werden wir letztendlich nur erreichen können, wenn im Rahmen dieser Neuordnung niemand unter die Räder kommt - nicht die Bauern und nicht der ländliche Raum. Denn es muß wohl allen bewußt sein, daß ohne flächendeckende Landwirtschaft und ohne einen funktionsfähigen ländlichen Raum Europa nicht existieren wird können", so Blochberger.

In der Frage der EU-Erweiterung plädierte der NÖ Bauernbundobmann für ein behutsames und von den Bürgern akzeptiertes Zusammenwachsen der EU mit den Beitrittsländern Mittel- und Osteuropas. Blochberger dazu wörtlich: "Es kann in niemandes Interesse sein, Lösungen vom Zaun zu brechen, die wirtschaftlich, sozial und politisch nicht verkraftbar sind."
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