Ergebnisse Consumer Confidence Barometer Juni 1998

Wien (OTS) - Die Juniergebnisse der im Auftrag der OeNB vom FESSEL+Gfk Institut durchgeführten "Consumer Confidence Barometer" - Umfrage zeigen eine gegenüber Juni 1997 deutlich verbesserte Konsumentenstimmung. Allerdings ist im Vergleich zum bisherigen Jahres-verlauf eine leichte Dämpfung des Optimismus zu beobachten.
Der wichtigste Parameter der Umfrage - die allgemeine Ein-schätzung der Wirtschaftslage in den kommenden 12 Monaten
- wies im Juni 1998 einen praktisch ausgeglichenen Befragungssaldo von -1 gegenüber noch -29 vor einem Jahr auf. Diese weiterhin günstigen Konjunkturerwartungen stehen im Einklang mit den jüngsten Prognosen, die für 1998 und 1999 ein reales BIP-Wachstum von rund 3 % vorhersagen.

Bei Arbeitslosigkeit und Preisentwicklung ist eine deutliche Ab-schwächung des Pessimismus zu erkennen. Dennoch erwartet nach wie vor die Mehrheit der Konsumenten für die nächsten 12 Monate steigende Preise. Dies läßt sich vermutlich damit erklären, daß - trotz ins-gesamt niedrigem Preisauftrieb (Inflationsrate Mai 1998: +1’0 %) -in manchen für die Haushalte wichtigen Bereichen eine höhere Inflationsrate zu verzeichnen ist. So stiegen im Mai 1998 die Preise für Ernährung und Getränke sowie für Errichtung, Miete, Instandhaltung von Wohnungen um 2’1 % bzw. 2‘7 % .

Das inländische Konsumklima ist durch eine leicht bessere Stimmungslage gekennzeichnet. Fast 2/3 der Haushalte planen, genausoviel bzw. mehr auszugeben als in den vergangenen 12 Monaten (Juni 1997: 62 %).
Bei größeren Anschaffungen (z.B.: Möbel, Autos, Wohnungen usw.) sind die Haushalte jedoch deutlichzurückhaltender als im Vorjahr.
So halten im Juni 1998 nur knapp mehr als 1/3 der befragten Personen (Juni 1997: 42 %) den Zeitpunkt für eher günstig, um größere Anschaffungen zu tätigen.

Die Mehrheit der befragten Haushalte ist mit ihrer finanziellen Aus-stattung zufriedener als vor einem Jahr. Auch der Anteil an Haus-halten, die für die nächsten 12 Monate eine Verschlechterung der finanziellen Lage erwarten, ist deutlich zurückgegangen und liegt im Juni 1998 bei 18 % nach 30 % im Juni 1997.

Die verbesserte Einkommenssituation der Österreicher findet vor allem in einer merklich erhöhten Sparbereitschaft ihren Ausdruck. Der Trend zum Sparen wird heuer - gemessen an den Ergebnissen des Consumer Confidence Barometer - wieder deutlich steigen: Demach halten es 50 % (nach 44 % im Juni 1997) nun auf alle Fälle für ratsam zu sparen und 45 % (nach 39 %) sehen in den kommenden 12 Monaten verstärkt die Möglichkeit zu sparen.

Diese steigende Tendenz der Sparmöglichkeiten kommt auch im aktuellen Anlegerverhalten zum Ausdruck: Neben einem deutlichen Anstieg des Mittelaufkommens bei heimischen Kreditinstitutionen durch inländische Kunden (Jänner bis Mai 1998: +35’7 Mrd S oder +1’3 %; Jänner bis Mai 1997: +3’6 Mrd S oder +0’1 %) haben die Österreicher im bisherigen Jahresverlauf in hohem Ausmaß inländische Investmentzertifikate erworben.

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