ARBÖ: Fakten zum bodennahen Ozon

Wien (ARBÖ) - Parallel zu den steigenden Temperaturen nimmt
auch sofort die Frequenz der Forderungen nach Maßnahmen zur Verminderung des bodennahen Ozons zu. Hier wird wiederum als
erstes an eine Behinderung des motorisierten Individualverkehrs gedacht, obwohl eine allfällige Wirkung auf die Umwelt in keinem Verhältnis zur Medienwirksamkeit derartiger Aussagen steht.

Selbstverständlich sollte es in unser aller Interesse liegen, Emissionen gesundheitsschädlicher Stoffe im allgemeinen und speziell diejenigen der Ozonvorläufersubstanzen zu senken, doch eine Hysterie bezüglich der Gesundheitsgefährdung und eine Verteufelung des Autos als angeblich Hauptverantwortlichem für die Ozonbelastung ist sicherlich unangebracht.

Der ARBÖ hat die wichtigsten Daten zum Thema Ozonbelastung und Verkehr recherchiert und zusammengestellt:

* Auch in Konzentrationen, die kurzfristig zu einer Überschreitung der Vorwarnstufe in Österreich führen, kann das bodennahe Ozon nicht für chronische Gesundheitsschäden bei gesunden Menschen verantwortlich gemacht werden. Auf der anderen Seite sollen beispielsweise Menschen mit Kreislaufproblemen bei drückender Hitze keinen extremen Sport betreiben, unabhängig von der Ozonkonzentration.

* Der Anteil an Katalysatorfahrzeugen und Fahrzeugen mit moderner Dieseltechnologie beträgt in Österreich bereits über 75 Prozent. Die bessere Abgasreinigung moderner Autos führte in Österreich zu einer deutlichen Absenkung der wichtigsten Ozonvorläufer- substanzen. Nach Angaben des Umweltministeriums sanken die Emissionen aus dem Pkw-Verkehr in den letzten Jahren
(von 1987 bis 1996) bei den Stickoxiden um 54,6 Prozent, bei den unverbrannten Kohlenwasserstoffen gar um 61,9 Prozent, und das bei einer Steigerung des Pkw-Bestandes um 37,5 Prozent.

* Vorschläge zur Verminderung des bodennahen Ozons durch Herabsetzung der Tempolimits entbehren jeglicher sachlicher Begründung. Durch Studien belegbar ergäben sich durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 100 km/h auf Autobahnen beziehungs- weise auf 80 km/h Überland eine Senkung der Ozonvorläufersubstanzen von weniger als 1 Prozent. Die sich daraus ergebende Auswirkung auf die Ozonbelastung wäre nicht meßbar.

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