Betreiberfirma des Bergwerks von Lassing wehrt sich gegen Angriffe: "Behörde hat die Kumpel runtergeschickt." - Wirtschaftsminister Farnleiter will internationale Expertengruppe zur Klärung des

Grubenunglücks einsetzen. Vorausmeldung zu News Nr. 30/23.7.1998

Wien (OTS) - Die Diskussion um die Verantwortung für den Tod der Bergleute von Lassing spitzt sich weiter zu. In einem Interview mit dem morgen erscheinenden Nachrichtenmagazin News nimmt der Generaldirektor des französischen Grubenkonzerns Talc de Luzenac, Andre Talmon, nochmals Stellung zu den Vorfällen in Lassing. Darin weist Talmon die Verantwortung für die Entscheidung, die zehn Bergleute zur Rettung von Georg Hainzl trotz der gefährlichen Situation neuerlich in den Stollen geschickt zu haben, der zuständigen Behörde zu. Talmon zu News: "Die Behörde war bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt vor Ort und hat die gesamte Rettungsaktion federführend koordiniert. Die Entscheidung, die zehn Leute hinunterzuschicken, wurde jedenfalls nicht von der Werksleitung getroffen, sondern von einem Team unter Leitung der Berghauptmannschaft." Darüber gäbe es auch Protokolle, die den ermittelnden Behörden bereits vorliegen würden. Die Berghauptmannschaft untersteht dem Wirtschaftsministerium. Wirtschaftsminister Farnleitner weist gegenüber News die Vorwürfe gegenüber seiner Behörde zurück: "Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, über politische Konsequenzen nachzudenken. Ich werde eine internationale Expertenkommission aufstellen, die die Vorfälle in Lassing überprüfen soll."

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