Innsbruck verbietet Scientologen Konzert für Religionsfreiheit

"Elvis" Mark Janicello richtet Offenen Brief an die

Wien/Innsbruck (OTS) - Öffentlichkeit=

Das Innsbrucker Bürgermeisteramt hat
gestern der Scientology Kirche ein Konzert für Religionsfreiheit "verboten", daß die Scientologen im Zuge des "Europäischen Marsch für Religionsfreiheit" am 4. August in Innsbruck veranstalten wollten. Der bekannte Künstler Mark Janicello, Hauptdarsteller im Muscial "Elvis: A Muscial Biography", der beim Konzert auftreten sollte, ist "erschüttert, daß so etwas möglich ist".

In der schriftlichen Mitteilung des Innsbrucker Bürgermeisteramtes verwies man auf ein angebliches "Werbeverbot für die Scientology Kirche Österreich in Innsbruck", daß seit 1995 bestehen soll, von dem aber die Kirche niemals in Kenntnis gesetzt wurde bzw. erhalten hat. Als die Kirche vom Bürgermeisteramt um eine Kopie dieses "Werbeverbot" ersucht, teilte man ihr mit, daß "auf Weisung" vom Bürgermeisteramt dies nicht an die Kirche herausgeben werden darf.

Scientology-Sprecher Andreas Böck ist entsetzt über die Vorgangsweise Innsbrucks: "Wenn wir schon soweit sind, daß man Menschen ein Konzert für Religionsfreiheit verbietet, dann ist das erschütternd. Man kann doch nicht Menschen derart ausgrenzen und ihnen verbieten, öffentlich mit anderen Gemeinschaften aufzutreten", so Böck.

Böck weist darauf hin, daß im Zuge des Europäischen Laufs für Religionsfreiheit, der durch Städte wie Belgien, London, Frankreich, Schweiz und Italien führt und am 10. August mit einer Großkundgebung in Frankfurt endet, Innsbruck die einzige Stadt ist, die eine derartige Veranstaltung verbietet. Nicht mal in Deutschland läßt man sich zu einer derartigen Handlung hinreißen. Der Scientology-Sprecher verweist auch auf die Tatsache, daß die Scientology Kirche diese Veranstaltung mit Unterstützung von anderen religiösen Gemeinschaften und prominenten Persönlichkeiten durchführt. So haben z.B. Mitglieder des englischen House of Lords, Europaparlamentarier, Mitglieder der UNESCO und jeder Bürgermeister, in dessen Stadt eine Veranstaltung abgehalten wurde, die Veranstaltung voll Unterstützt und auch eine Proklamation für religiöse Toleranz unterzeichnet. Am 4. August soll eine Fackel für Religionsfreiheit vom Italienischen Läufern an die Österreicher übergeben werden, die diese wiederum am 5. August an Deutschland übergeben wird. Der Lauf soll am 10. August mit einer Großkundgebung in Frankfurt enden, wo der bekannte jüdische Künstler und Holocaustüberlebende Perli Pelzig eine Statute für Religionsfreiheit enthüllen wird.

Scientology Österreich kündigte unterdessen an, rechtliche Schritte gegen dieses Vorgehen einzuleiten.

"Als die Innsbrucker meinen Auftritt bewundert und bejubelt haben, hat keiner gesagt oder daran gedacht: Schade, er kann Singen, aber er ist Scientologe, deshalb boykottieren wir ihn", so Janicello. "Am 4. August komme ich nach Innsbruck, was auch immer geschieht. Und wenn ich nicht Singen darf, dann werde ich trotzdem meine Stimme erheben und sagen: So geht es nicht in Innsbruck. So geht es nicht in Österreich. Diskriminierung aufgrund des Glaubens hat keinen Platz in Tirol".

Fortsetzung: Offener Brief von Mark Janicello

Rückfragen & Kontakt:

Andreas Böck
Tel.: (01) 522 36 18 DW 17

Scientology Kirche Österreich

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KSC/OTS