42 % der Teenager-Eltern wollen mehr Erziehungsinformationen - Bild

P&G Familien Initiative startet mit Elternbildungs-Projekt - Teil 3

42 % der Teenager-Eltern wollen Erziehungsinformationen Größte Sorge: Abgleiten der Kinder in schlechte Kreise

Wie eine im Juli 1998 im Auftrag der Procter&Gamble Familien Initiative von Gallup durchgeführte repräsentative Telefonumfrage ergab, wünschen sich fast die Hälfte aller österreichischen Eltern mit Kindern im Teenageralter (42 %) mehr Information in punkto Elternbildungsangebote. Jedes zweite Elternpaar (52 %) gibt an, keinen Überblick über die vielfältigen Unterstützungsangebote für den richtigen Umgang mit Kindern in der schwierigen Zeit der Pubertät zu haben.

Wie wichtig Information und Beratung in dieser Erziehungsphase sind, zeigen die Sorgen, die Österreichs diesbezüglich betroffene Eltern formulieren: Die größte Angst der Eltern ist, daß ihr Kind in schlechte Kreise gerät (54 %). Knapp ebensoviele (47 %) beschäftigt die Arbeitsmarktsituation. Weitere 38 % bewegt, daß ihr Kind Drogen nehmen könnte. Befürchtungen, daß sich die Teenager mit Aids oder sonstigen Geschlechtskrankheiten anstecken könnten, ist für 16 % der Eltern ein Thema, die Angst vor Sekten in diesem Zusammenhang für 12 %. Abgesehen von diesen Zukunftsängsten ist der Alltag der Familien aber vor allem durch weniger spektakuläre Sorgen geprägt. Die häufigsten Gründedafür sind nicht aufgeräumte Zimmer und freches, provokantes Verhalten der Kinder. Die Ausgangszeiten am Abend, die Schularbeiten, die Frisur und Kleidung sowie zu lange Fernseh- und Computerzeiten sorgen ebenfalls oft für Reibereien.

Die Zeit der Pubertät ist für die Jugendlichen eine Zeit der Neugier, des Experimentierens und der Erprobung, aber auch eine Zeit der Auflehnung, die vielfach von heftigen Gefühlsregungen begleitet wird. Eltern haben daher (verständlicherweise) oft Angst, daß ihre Kinder in dieser Phase ihres Lebens ein Risiko eingehen, dessen Folgen sie zuwenig abschätzen. Auf Eltern von Teenagern kommen in der Erziehung daher Herausforderungen zu, mit denen sie bisher nicht konfrontiert waren. Spezielle Hilfestellungen sind daher nicht nur notwendig, sondern von den Eltern auch gewünscht.

Eine überwältigende Mehrheit von 80 % der Eltern diskutiert Erziehungsfragen mit dem Partner oder der Partnerin bzw. mit Freunden und Bekannten. 24 % haben in den letzten sechs Monaten auf das Erziehungswissen ihrer eigenen Eltern zurückgegriffen. Medien (TV und Printmedien) sind für rund ein Viertel wichtige Faktoren in Sachen "Elternbildung". Lediglich 14 % - also nur jede Siebte - hat seit Anfang des Jahres institutionelle Hilfe in Form von Vorträgen, Seminaren oder Beratungsstellen in Anspruch genommen.

Institutionelle Angebote sollten möglichst praxisnah und so angelegt sein, daß sie Gelegenheit bieten, eigene Erfahrungen einzubringen. Das geht sehr klar aus einer bereits 1996 im Auftrag des BMUJF vom Österreichischen Institut für Familienforschung durchgeführten qualitativen Studie zum Thema "Pubertät. Herausforderungen für Eltern und Jugendliche" hervor.

"Wie begleite ich mein Kind auf dem Weg des Erwachsenwerdens?", "Wie erziehe ich mein Kind zur Selbständigkeit?" oder "Wie kann ich mein Kind innerhalb gewisser Grenzen erziehen?" sind Fragen, die die Eltern besonders beschäftigen.

Familien Initiative als Dach für Familienprojekte

"Wir wollen unseren Konsumenten über unsere Produkte hinaus in für sie wichtigen Belangen Service und Informationen bieten - und das ist zweifellos das Thema Familie", so P&G-Generaldirektor Christopher Start. Die neugegründete Familien Initiative ist ein entscheidender Schritt zum weiteren Aufbau sozialer Kompetenz im gesellschaftlichen Umfeld und innerhalb des Unternehmens Procter&Gamble. Außerdem ist die Initiative in dieser Form das erste einschlägige Projekt des internationalen Konzerns weltweit.

Unter dem Dach der Initiative sind aber auch Familienprogramme einzelner P&G-Marken zusammengefaßt. Dazu gehören aus der jüngsten Vergangenheit das Always Teenager-Aufklärungs-programm, das blend-a-med-Schulprogramm und die Pampers "Mutter Kind Paß"-Unterstützungsaktion.

"Life. Pubertät und Hygiene" für Jugendliche von 11 - 14 Jahren sowie "Love. Sexualität und Verantwortung" für Jugendliche von 15 -18 Jahren sind die beiden Programme, die - von Always unterstützt -in Form von Unterrichts-Sets Österreichs Schulen zur Verfügung gestellt wurden. Jedes Unterrichtsset umfaßt ein ca. 15-minütiges Video, Unterrichtsbroschüren, Overheadfolien und Gestaltungsvorschläge für den Unterricht. Die beiden Programme laufen seit 1994.

In Zusammenarbeit mit dem Unterrichtsministerium und der Österreichischen Zahnärzteschaft wurde 1997 ein von der blend-a-med-Forschung entwickeltes Schulprogramm für Zweitklassler durchgeführt. Auslöser war das katastrophale Ergebnis eines Mundhygiene-Status bei österreichischen 6-Jährigen im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern. Dieses Programm umfaßt ebenfalls Unterrichtsmaterialien, aber auch Informationen aller Art für Eltern, Schüler und Zahnärzte. 4.400 Klassen und rund 96.000 Schüler/innen wurden angesprochen.

Eine höhere Teilnahme an den Mutter-Kind-Paß-Untersuchungen ist das Ziel des Familienministeriums - unterstützt von Pampers. Gemeinsam wurden Direct Mailings und Broschüren für Mütter entwickelt, die auf die Bedeutung der Untersuchungen hinweisen und die Untersuchung selbst in Form eines Lexikons erklären. Darüber hinaus sponsert Pampers den Versand der Briefe an die Eltern. Das Programm läuft seit April 1998 und ist auf 3 Jahre anberaumt.

(siehe auch APA/OTS-BILD)

(Forts)

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