NEUHUBER: GRÜNE IDEEN SIND REALITÄTSFERN

Wien (ÖVP-Klub) - "Christoph Chorherr hat es sich gestern
sehr leicht gemacht, indem er das Mietrecht zur Hauptursache
für das Geschäftsstraßensterben erklärt hat", stellt der Wiener ÖVP-Gemeinderat und Immobilienexperte Mag. Alexander Neuhuber
fest. Förderungen für lebensnotwendige Geschäfte seien durchaus sinnvoll, aber nicht immer auf den Rücken der privaten Haus-eigentümer. *****

"Erstens greift die Mietzins-Erhöhung ja nur in Fällen, die der Geschäftsinhaber selber auslöst - also etwa bei Verkauf - und zweitens nur dann, wenn der Mietzins vorher lächerlich gering
war. Im Erbfall erfolgt eine sanfte Heranführung an die Markt-gegebenheiten in 15-Jahres-Schritten", erläutert Neuhuber, "Außerdem ist die Miete nur eine von vielen Kostenstellen.
Chorherr könnte genausogut verlangen, daß die Wiener Stadtwerke Gas und Strom billiger an die Nahversorger abzugeben haben."

Nach Neuhubers Ansicht gehen die gestern präsentierten Grün-
Ideen weitgehend ins Leere. Eine künstliche Aufrechterhaltung
von unzeitgemäßen Konsumstrukturen wäre schlich und einfach un-möglich. Wo die Frequenz fehlt, kann auch keine Förderung mehr helfen. Die mehrfach geforderte Strafsteuer für erfolgreiche Betriebe wirde nur zu einer Negativauslese führen. "Helfen ja, strafen nein", umriß Neuhuber die ÖVP-Devise.

"Anstatt krauser Umverteilungstheorien sollten sich die Grünen lieber mit echten Lösungsvorschlägen auseinandersetzen", for-derte Neuhuber und zählte gleich selbst einige auf:

Konzentration auf tatsächlich erhaltbare Straßenzüge Geschäftsstraßenmanagement
Schaffung von Branchenmeilen
Attraktivierung der Innenstadt (Vielfalt, Charme,
Freundlichkeit, Service)

Neuverwendung leerstehender Lokale (Büros, Lager, Dienstleistungsunternehmen, Gemeinschaftseinrichtungen für Hausbewohner)

Neuhuber unterstrich die Rolle der Wiener Wirtschaftskammer als unermüdlicher Vorreiter für die sinnvolle Erhaltung von Geschäften. Auch der jüngst von Wirtschaftsminister Farnleitner unternommene Vorstoß zur Abschaffung der Erbschaftssteuer gehe
in die gleiche Richtung. "Politiker sollen endlich aufhören, Illusionen zu wecken, die letztendlich nicht erfüllt werden können. Was die Nahversorgung betrifft, sollten wir uns auf die Struktur der Zukunft konzentrieren, und die heißt Hauszustel-lung", schloß Neuhuber.

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