Österreichs Wasserwirtschaft verstärkt ihre Schlagkraft im Export

22 Firmen im "Cluster Austrian Water" vernetzt - Weitere Exportcluster sind im Entstehen

Wien (PWK) - "Dieses Beispiel möge Schule machen", wünschte Direktor Egon Winkler von der Wirtschaftskammer Österreich bei der Präsentation des "Austrian Water"-Clusters am Dienstag in Wien. Die exportorientierte Vernetzung von 22 Unternehmen des Wasserfachs ist der erste Cluster, der sich im Rahmen der österreichischen Exportoffensive gebildet hat. Ähnliche Initiativen seien in den Bereichen Umwelt, Energie, Lebensmittel, Medizintechnik, Hotelausrüstung und Flughafen im Gange. ****

Die Clusterbildung ist ein wichtiges Anliegen der Außenwirtschaft, erklärte Winkler. Die exportorientierte Kooperation von Firmen aus verschiedenen Sektoren eines Wirtschaftsbereiches könne deren Marktchancen beträchtlich erhöhen. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen würden von der Zusammenarbeit mit Großunternehmen, Konsulenten, Planungsbüros und Dienstleistern sehr profitieren.

Der "Cluster Austrian Water" hat die besten Aussichten auf Erfolg, glaubt Winkler. Wasser ist eines der wichtigsten Güter der Welt. Der Weltbedarf an Investitionen für Trinkwasser wird auf mehrere Tausend Milliarden US-Dollar geschätzt. Wasserprojekte haben in den meisten Ländern hohe Priorität. Vor allem die großen Agglomerationen Asiens aber auch Osteuropas bemühen sich intensiv um Trinkwasser für ihre Bevölkerung.

Andererseits verfügt die österreichische Wasserwirtschaft über ein hochentwickeltes Know-how und kann in allen ihren Sparten (Trinkwasserversorgung, Abwassertechnik, Wasserbau, oder Beregnungsanlagen) Spitzentechnologien anbieten. Zahlreiche Großprojekte in Europa und Übersee (vor allem in Afrika und Asien) bezeugen die große praktische Erfahrung der heimischen Wasserfirmen.

Durch die Vernetzung von Informationen und Kapazitäten ihrer Mitglieder kann die "Austrian Water" im Ausland wie ein Großkonzern auftreten und Gesamtlösungen anbieten, hob Cluster-Obmann Christian Schmidt von der Allplan hervor. Die Wasserwirtschaft könnte eine Vorreiterrolle für den österreichischen Export einnehmen.

Cluster-Mitglied Doris Wirth vom Technischen Büro für Erdwissenschaften wies auf den qualitätssteigernden Effekt des Clusters hin: "Wir müssen uns an den Leistungen unserer Konkurrenten messen." Als Benchmark würde sich die französische Wasserwirtschaft anbieten, die schon vor Jahren einen weltweit erfolgreichen Cluster gebildet hat.

Geschäftsführer von "Austrian Water", Michael Hudik, nannte die wichtigsten Aktivitäten des neuen Clusters, der für die Aufnahme weiterer "Wasserfirmen" offen ist. Dies sind:

der Informationsaustausch und die Koordination von Aktivitäten zwischen den Mitgliedern

die internationale Etablierung des Markenzeichens AUSTRIAN WATER stellvertretend für Kompetenz, Qualität und Know-how

Gemeinsames Auftreten unter dem Markenzeichen
Lobbying bei nationalen und internationalen Organisationen Information über Bereitstellung von Finanzierungs- und Förderungsmitteln für internationale Projekte

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Dr. Walter Mayr

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