Wegen Renovierung des alten Landhauses in Wien:

Stiftungsverwaltung übersiedelt in die Landskrongasse

St.Pölten (NLK) - Als einzige Abteilung des Amtes der NÖ Landesregierung ist die Stiftungsverwaltung in Wien verblieben, jene Abteilung, die 14 Bundes- und 4 Landesstiftungen sowie 34 Stiftungshäuser in Wien und Niederösterreich verwaltet. Wegen der Renovierung der Häuser 11 und 13 in der Wiener Herrengasse, des nunmehr "alten Landhauses" und des früheren Regierungsgebäudes, müssen jetzt allerdings die Büros von den 14 Mitarbeitern geräumt werden. Voraussichtlich für die nächsten drei Jahre bis zum Abschluß der Renovierungsarbeiten werden Büros im Stiftungshaus Landskrongasse 5 im 1. Wiener Gemeindebezirk bezogen.

Die Verwaltung von Stiftungen und deren Besitz hat in Niederösterreich alte Tradition: Zu wohltätigen Zwecken - zugunsten von Witwen, Waisen und Kranken - wurden immer wieder von reichen Leuten Häuser, Grundstücke und deren Erträgnisse gestiftet und das Land Niederösterreich als Verwalter eingesetzt. Die 27 Häuser in Wien, meist innerhalb des Gürtels, wurden um die Jahrhundertwende errichtet. Das älteste Haus trägt die Adresse "Mölker Bastei 8" und ist rund 250 Jahre alt. Zum Windhag‘schen Stiftungsbesitz gehört das Orthopädische Spital Speising, das an einen geistlichen Orden verpachtet wurde. Verwaltet werden auch zwei Grundstücke in Niederösterreich, eines davon ist das Forstgut Ottenstein.

Jährlich werden rund 10 Millionen Schilling erwirtschaftet, die gemäß dem Stiftungszweck in Form von Stipendien, Kuraufenthalten, Sozialbeihilfen und Internatsfreiplätzen an Bedürftige weitergegeben werden. Besonders von Bedeutung sind die 12 Leistungsstipendien zu je 20.000 Schilling aus der Windhag‘schen Stipendienstiftung, die für besondere Leistungen an niederösterreichische Studenten der Wiener Universität vergeben werden. In die Kompetenz der Abteilung fällt auch der Einsatz von 20 Hausmeistern, die einen Teil der Wiener Stiftungshäuser betreuen.

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