Kühles Sommerwetter sorgte bisher für niedrige Ozonwerte

Bei anhaltendem Schönwetter ist mit Anstieg zu rechnen

St.Pölten (NLK) - Auch wenn die Temperaturen seit dem vergangenen Wochenende kräftig steigen, die Ozonbelastung hielt sich bisher aufgrund des kühlen und regnerischen Wetters in Grenzen. Bis Mitte Juli wurde der Grenzwert der Vorwarnstufe von 0,2 Milligramm pro Kubikmeter Luft (mg/m3) nicht erreicht. Die Ozonentwicklung zeigt damit sehr große Parallelen zum vergangenen Jahr, das ebenfalls durch häufige Niederschläge gekennzeichnet war.

Im Normalfall steigt die Ozonbelastung bis zum Hochsommer laufend an. Heuer allerdings lag - wie im Vorjahr - die mittlere Ozonbelastung im Juni unter jener des Monats Mai. Der höchste Ozonwert im Zeitraum vom 1. Mai bis 16. Juni betrug 0,184 mg/m3 als Halbstundenmittelwert und wurde im Zentralraum Niederösterreichs beobachtet. Im trockenen und heißen Jahr 1994 waren während dieser Zeitspanne an neun Meßstellen Ozonwerte über 0,200 mg/m3 gemessen worden.

Die relativ niedrigen Ozonwerte sind vor allem dem Wettergeschehen zuzuschreiben und nicht als Erfolg von Maßnahmen anzusehen. Aufgrund der zahlreichen Wetterfrontdurchgänge ist ein wesentlicher Teil der Grundvoraussetzungen für Ozonbildung nicht gegeben. Dies kann sich -im Falle der Stabilisierung einer Schönwetterlage - schlagartig ändern. Aufgrund der derzeitigen Schönwetterlage ist mit einem Anstieg zu rechnen.

Derzeit wird an 28 Meßstellen des NÖ Luftgüteüberwachungsnetzes rund um die Uhr die Ozonkonzentration in Niederösterreich überwacht. Besondere Ereignisse, insbesondere das Überschreiten der Vorwarnstufe, werden in den Nachrichtensendungen des ORF und anderer Sender raschest verlautbart. Nach wie vor kann sich die Bevölkerung auch unter der Telefonnummer 02742/1580 (Ozontelefon) über die aktuellen Ozonwerte informieren. Zudem gibt es das bewährte Luftgütetelefon unter der Telefonnummer 02742/200/4444, das täglich am Vormittag aktualisiert wird, einen Überblick und eine Vorschau der Schadstoffentwicklung. Diese Telefonnummer ist auch über jede Bezirkshauptmannschaft erreichbar, wenn an deren Nummer die Klappe 800/4444 angehängt wird.

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