KfV: Neue Verkehrsvorschriften! Gute Zeiten für Zweirad, Fahrrad und Skater - Schleche Zeiten für Alkohol am Steuer - Das KfV informiert über die Neuregelungen

Wien (OTS) - Ab Mittwoch, 22. Juli, werden einige langjährige Forderungen des KfV - wie z. B. höhere Strafen ab 1,2 bzw. 1,6 Promille am Steuer und Freigabe der Radwege für Inlineskater - durch neue Bestimmungen realisiert. Die gesetzlichen Neuregelungen sind ein Schritt für mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen. Vom 1. Jänner bis zum 19. Juli d.J. gab es vorläufig 444 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten 592 Menschen tödlich. Die Unfallzahlen der vergangenen Woche zeigen ebenfalls eine Verringerung der Verkehrsopfer, 10 tödliche Unfälle mit 10 Verkehrstoten stehen 16 Unfälle mit 16 Toten im Vorjahr gegenüber. Um tatkräftig an der positiven Entwicklung der Verkehrssicherheit zu arbeiten, fordert das KfV weitere Maßnahmen, wie z. B. die Einführung des Punkteführerscheins. Der Bedarf nach einer Bremse für Rowdies ist gegeben, fünf von zehn Unfällen wurden in der Vorwoche durch nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit verursacht. Das KfV informiert im Detail über die neuen Regelungen im Verkehrsrecht, insbesondere im Führerscheingesetz und in der Straßenverkehrsordnung:

Gute Zeiten für Zweirad, Fahrrad und Skater: Skatern stehen ab Mittwoch alle Radfahranlagen (Radfahrstreifen, Mehrzweckstreifen, Radweg, Radfahrüberfahrt) zur Verfügung. Zusätzlich können von der Behörde bestimmte Fahrbahnen nur für Skater freigegeben werden. Radrennfahrer erobern die Straßen, sie können beim Training auf Fahrbahnen auch nebeneinander unterwegs sein und sind von der Benutzungspflicht von Radwegen ausgenommen. Auch Mopeds und Motorrädern wird das Vorschlängeln neben stehenden Fahrzeugkolonnen erlaubt, wenn dabei niemand behindert oder gefährdet wird.

Schleche Zeiten für Alkohol am Steuer: Die Geldsstrafen für schwer alkoholisierte Fahrzeuglenker ab 1,2 bzw. 1,6 Promille werden erneut angehoben. Von 1,2 bis 1,59 Promille ist mit einer Geldstrafe von 12.000,-- bis zu 60.000,-- zu rechnen, ab 1, 6 Promille sind Strafen zwischen 16.000,-- und 80.000,--- möglich. Wer den Alkotest verweigert, muß mit Führerscheinabnahme an Ort und Stelle rechnen und fällt automatisch in die Strafkategorie über 1,6 Promille.

Weitere Neuerungen: Um einen Feuerwehrwagen lenken zu dürfen, genügt künftig ein B-Schein mit einer Zusatzausbildung. Damit gilt automatisch die 0,5 Promille Grenze und die beim C-Führerschein vorgesehene Befristung entfällt. Die Strafe für die Nichtbeachtung der Helmpflicht wird von 100 auf 300 Schilling angehoben. Ab 1. September sind für Schülertransporte Panorama-Rückspiegel vorgeschrieben.

Unfallsbilanz der Vorwoche: Bei den tödlichen Verkehrsunfällen vom 13. Juli bis 19. Juli verloren 4 PKW-Insassen (davon 3 Lenker), 3 Motorrad-Lenker, 2 Radfahrer und 1 Fußgänger ihr Leben. Fünf Unfälle kamen durch nicht angepaßter Fahrgeschwindigkeit zustande, ein Unfall wurde durch Vorrangverletzung verschuldet, Übermüdung war die Ursache für ein weiteres Unfallgeschehen, ein Unfall wurde durch unangemessenes Überholen verursacht, ein Radfahrer beging einen tödlichen Fahrfehler und auch den verunglückten Fußgänger traf vermutlich sein eigenes Fehlverhalten. Zwei tödlich verletzte Fahrzeuglenker waren nicht angeschnallt. Das Risiko, bei einem Unfall getötet zu werden, ist für ungesicherte Lenker achtmal höher als für angegurtete.

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