Schneeberger: Drei Fragen an den Verkehrsminister in Sachen Semmering-Bahntunnel

Niederösterreich, 19.7.1998 (NÖI) Nunmehr ist es amtlich, daß weitere 150 Millionen Schilling in den Probestollen für einen Semmering-Bahntunnel, der wahrscheinlich gar nicht realisiert
werden kann, gesteckt werden. Der Weiterbau des Probestollens bedeutet den festen Willen der Verantwortlichen, den Bahntunnel zu realisieren. Daher stellt VP-Klubobmannstellvertreter LAbg. Klaus Schneeberger drei konkrete Fragen an den für dieses finanzielle Desaster zuständigen Verkehrsminister Einem:****

Ist die von Ihnen eingesetzte Expertenkommission, die die
Aufgabe hat, Alternativen zum Semmering-Bahntunnel zu finden, eine reine Alibiaktion? Der von Ihnen in die Wege geleitete Vortrieb
des Sondierstollens um 500 bis 550 Meter bedeutet die Realisierung des Projektes, gegen das es bisher nur negative Bescheide gibt.

Wissen Sie bereits jetzt, welche Stellungnahme das
Höchstgericht zum negativen Naturschutzbescheid des Landes Niederösterreich abgeben wird bzw. wollen Sie auf diese Stellungnahme Einfluß nehmen?

Könnten die vielen Millionen Schilling, die Sie jetzt in den Sondierstollen vergraben, nicht besser für die Untersuchung der anderen Varianten verwendet werden? Diese Frage ist selbstverständlich nur dann zu beantworten, wenn Sie die erste Frage negativ beantworten.

"Es wäre hoch an der Zeit, wenn sich auch der Verkehrsminister endlich zu mehr Ehrlichkeit bekennen würde. Er ist es der Bevölkerung unseres Landes schuldig. Ich erwarte mir daher ehebaldigst Antworten auf meine Fragen", betonte Schneeberger.

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