LR Bauer: Pelztierzucht in NÖ soll der Vergangenheit angehören

St. Pölten, (SPI) – "Nachdem die NÖ Landesregierung im vergangenen Februar ein generelles Verbot der Pelztierzucht in Niederösterreich beschlossen hat, war in letzter Konsequenz die Schließung der letzten Pelztierfarm in Kleinpertholz, Bezirk Gmünd, nur logisch. Der Betrieb stellt jedoch die Erwerbsgrundlage für einen Staatsbürger dar", stellt der für den NÖ Tierschutz verantwortliche SP-Landesrat Dr. Hannes Bauer heute fest.****

"Wenn sich die Öffentlichkeit und mit ihr die Politik begrüßenswerter Weise gegen Tierleid und Pelztierzucht aussprechen und dies mit einem Verbot der Pelztierhaltung für Niederösterreich unterstreichen, so haben wir auch die Pflicht, jenen eine entsprechende und angemessene Entschädigung anzubieten, die bisher ihren Lebensunterhalt aus der Pelztierzucht bestritten und denen Kosten aus der Einrichtung der Zuchtfarm entstanden sind", stellt Bauer klar. "Aus Gründen wirtschaftspolitischer und gesellschaftlicher Usancen steht für mich außer Zweifel, daß eine Entschädigung gezahlt werden muß. Daß es nun Kräfte gibt, denen dies widerstrebt bzw. die vor allem einer angemessenen Entschädigung reserviert gegenüber stehen, kann auch durch juristische Spitzfindigkeiten nicht wirklich wegdiskutiert werden", so Landesrat Bauer weiter.

"Mein Ziel ist es, in Niederösterreich bis Ende des Jahres keine Pelztierzucht mehr zu finden. Da dies in diesem kurzen Zeitrum nur durch einen Konsens möglich ist, muß dies durch Privatverträge abgesichert werden", so Bauer. "Tierschutz muß der Gesellschaft auch etwas Wert sein – dies muß auch bei Verschärfung von gesetzlichen Bestimmungen gelten, wenn diese die bestehende Existenzgrundlage von Bürgerinnen und Bürgern verunmöglichen", so Bauer abschließend. (Schluß) fa

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